Carpentras wieder auf; die Gelegenheit dazu war erwünscht.Sie sahen ein, daß der Vereinigungsentwurf nur aufgescho-ben war und daß die Bewohner von Avignon und der Graf-schaft Venaissin darauf doch immer rechneten — deswegenboten sie alle ihre Kräfte auf um ihnen dies zu verleiden.Diese Betrüger setzten alles in Bewegung: boshofte Räule,xißige Verläumdungen, empörende Drohungen waren dieWaffen, mit welchen sie fochten; sogar zu Wundern nahmensie ihre Zuflucht. Dies alles zusammen zündete endlich dasFeuer des Bürgerkriegs an. Mit Erlaubniß der Regierungward im Aug die Nationalgarde organisirt. Zu gleicherZeit faßten die verschiednen Zünfte den Beschluß, dem Vice-legaten und der Munizipalität ihre Beschwerden, in Betreffvieler, in die Staatsverwaltung und Gerechtigkeitspflegeeingeschlichenen Mißbräuche zu übergeben. Wiederholte De-putationen der Zünfte zwangen die Regierung, durch einenöffentlichen Anschlag dasjenige zu bewilligen, was sie, nichtlänger ohne Gefahr, zu verweigern im Stande war.Als die Regierung inzwischen Nachricht erhielt, daßzwei Bürger, nämlich, ein Rechtsgelehrter und ein Kauf-mann, es über sich genommen hätten, die Beschwerden meh-rerer Zünfte aufzusetzen, da sie obendrein die freie Denkartund die beissenden Anndrücke derselben kannte: so fandsie es der Klugheit angemessen, diese beiden Männer ver-haften zu lassen. Der Eine ward auch wirklich eingezogen;der Andere entwischte.Dieser eigenmächtige und empörende Schritt veran-laßte eine Bewegung unter dem Volke. Es waren die er-sten Flügelschläge der Freiheit. Am andern Morgen begabsich eine große Menschenmasse vor den Pallast des Vicele-
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