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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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1608
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November 1710.

Proccsscs »öthig gewesen, zur Vollziehung den weltlichen Arm anzurufen; übrigens aber sei die Euphew"'nicht gebunden, sondern frei wie andere Reisende durch die eidgenössischen Lande geführt worden. VonInquisition sei nichts zu befürchten und er glaube, hierin nicht den geringsten Eingriff gcthan zu haben; ^sei mehr als gewiß, daß er in dieser Sache kaeultato oräinuria. Nuntiatur»; gehandelt habe, da diese »>aller katholischen Welt das Recht habe, die Wunder (Mirakel) zu untersuchen. Mit dieser Antwort begnügsich der Ausschuß, der die Sache mündlich vorgetragen hatte, nicht, sondern erklärt es als etwas Unerhörtin der Eidgenossenschaft, daß eitle Laicnpcrson von einem geistlichen Gericht in Malcfizfällcn sei abgeurtlstillworden; es wäre Sache der Nuntiatur gewesen, die Bestrafung der Euphemia dem Stande Zug, der duKlage gestellt, zu überweisen. Auch die heimliche Entführung dieser Person sei ein Eingriff in die Lattdtdrechte, nicht minder aber auch, daß der frühere Nuntius das Vermögen dieser Person in Brcmgartcnzu seinen Händen gezogen habe. Nach Berichterstattung über diese Unterredungen an die Confcrenz,diese die wiederholte Erklärung des Nuntius, daß in keiner Weise die Einführung der Inquisition imliege, als bekannt an, nicht aber ohne ihrerseits zu erklären, daß die Obern sich auch nicht mit einem Athc»>'zugc zur Inquisition je verstehen werden. Dagegen erhebt die Confcrenz Protest gegen die prätcndirtc Befug'"!'der Nuntiatur, tzeultats oräiiurria über Laien in Kriminalfällen zu richten und Delinquenten ohneAnfrage aus dem Lande führen zu lassen, und nimmt für die weltlichen Gerichte ausschließlich das Rech!Anspruch, über Laien zu richten. Dieser Protest wird in schriftlicher Form dem Nuntius überreicht. «I. Solothur"hatte im Jahre 1697 den Papst um die Bewilligung ersucht, das Stift Schöncnwerd, das nur eineStunde von Aarau entfernt, seine sämmtlichcn Bedürfnisse aus dortiger Gegend bezieht, nach Olle»verlegen. Um diese Uebcrsiedlung mit geringen Kosten ausführen zu können, hatte Solothurn gleichzeitig d"Erlaubniß nachgesucht, daß die in seinem Gebiete ledig fallenden Pfründen sechs Jahre lang durch Vicarc,unter Anweisung der Congrua, versehen werden, um den Ucbcrschuß der Pfrundeinkommen zur Erbauung ^Chorherren- und Pfrundhäuscr und der Collegiatkirche in Ölten zu verwenden. Der damalige Nuntius Co»"habe darauf zu höchstem Tröste eine päpstliche Bulle erwirkt, die jedoch in Bezug auf die Verleihung ^lcdig gefallenen Pfründen etwas unklar abgefaßt war; doch der Nuntius habe der Stadt Solothurn bcmc ,dies habe nichts zu bedeuten, es sei eben Curialstpl. Daraufhin hat Solothurn alle Pfründen in ol'ig^Weise mit Vicaricn besczt und nie crmangelt, den Vorbehalt den Präscntationsbricfcn einzuverleiben, waskeinem der drei Biöthümer, zu dem ihr Gebiet gehört, irgend welchen Anstand gefunden habe. Auchverstorbene Bischof von Basel habe jederzeit den neugcwähltcn Vicaricn die Admission zu ihrengestattet. Erst unter dem gegenwärtigen Bischof von Basel haben sich Schwierigkeiten erhoben; nachdem ^selbe die betreffende päpstliche Bulle eingesehen und sie bedingungsweise abgefaßt befunden hatte, habterklärt, er könne mit gutem Gewissen die verlangten Admissioncn nicht crthcilen. Dahcrigc Vorstellungbeim Bischof und auch beim Nuntius selbst seien wirkungslos gewesen. Die katholischen Orte, in Würdig'der vortrefflichen Absichten von Solothurn zur Förderung des katholischen Wesens, namentlich des Vorha ^auch die Stadt Ölten zur Herstellung der Verbindung mit dem Bischof von Basel zu befestigen, sobalvdaherigcn Arbeiten in der Stadt selbst beendigt sind, erklären sich bereit, in dieser Frage in jederbcholfcn zu sein. Es wird daher im Namen sämmtlichcr katholischer Orte ein Schreiben an de» Papsi !und eine Zuschrift zu möglichster Empfehlung an den Cardinal Spada erlassen mit dem dringenden l.-"! ^an Solothurn eine unbedingte Bulle auszustellen. Ebenso wird auch dem Bischof von Basel zugcschr" ^daß er seinerseits das Begehren von Solothurn in Rom selbst erleichtern und zu seinem eigenen Vor