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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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Januar 1710,

lcistcn. Nach dicscr allgemeinen Erklärung treten die Abgeordneten mit dem Landshauptmann und deinschuß der geheimen Räthc der Republik zu einer geheimen Besprechung zusammen, in der folgende BcsaMgefaßt werden: 1, Nach Inhalt der bestehenden Bündnisse, dem bedrängten Thcile auf sein Begehren thä"> 1Hilfe und Zuzug zu leisten, verpflichtet sich Wallis, sofern die gegenwärtigen eidgenössischen Zwistigkciü»einem Bruche führen sollten, den katholischen Orten einen Zuzug von 1000 Mann in fünf Compagnic»,je unter einem eigenen Hauptmann stehen, über die Furka durch das Gebiet von Uri zuzuführen. 2. Wßcrdc"'anerbietet sich die Republik, sofern der Krieg' allgemein (universal") ausbräche, nach Möglichkeit si'""offensiv als defensiv wider vcn Feind zu Trost der katholischen Orte vorzugehen an Orten und Enden, ^Wallis dies am füglichsten und nüzlichstcn erachten würde. Dafür erhält Wallis von Seite der KathoMhinwiederum die Versicherung, im Fall die Kriegslast an Wallis andringen sollte, diese gleichmäßigtragen, 3. Bezüglich der Verbindung der Walliscr Truppen mit denjenigen deS Standes Frciburg/ d>c i ^gar schwer ausführbar erscheint, hat Wallis seine Mannschaft längs der Rhone, sobald die Trupp''"Frciburg gegen die vier Bezirke der Landvogtci Aiglc anrükcn, über den Fluß zu sczcn und wenn .vereint mit Frciburg zu trachten, sich der genannten Mandcmcntö zu bemächtigen, sofern beide Thcile dies ^gut erachten, 4. Gemäß der Verabredung zu St, Urban vom November abhin erklärt sich WallisFalle eines Bruches während der Dauer des Kriegs ein Mitglied seiner geheimen Räthc in den Krwönach Solothurn abzuordnen; desgleichen werden die drei katholischen Städte einen Kricgsrath in dassenden, 5. Was die Erstellung der Feuerzeichen und Signale zwischen Frciburg und Wallis betrifft,bereits früher verabredet, aber bisher noch nicht probirt wurden, wird Landshauptmann und StK b ^Eugen Courtcn beauftragt, sich mit dem Abgeordneten von Freiburg über die Tagfahrt zu vcrständlgc'd ^dieses Werk in seine vollständige Richtigkeit zu bringen. Ein Gleiches soll auf der Furka zwischenWallis geschehen, wozu Uri sich sofort bereit erklärt. Die Obsorge hierfür und die Pflege guter Corresp'nach dicscr Richtung hin wird Herrn Adrian von Ricdmattcn, Panncrherrn in GomS, übertragen. ^ ^der Grimscl nicht wohl besondere Signale errichtet werden können, so soll Untcrwaldcn beiZeichen Jemand abordnen, um Abrede zu treffen, wie in jenen Gegenden im Fall der Noth die ^

Coinmunication gepflogen werden soll, 6. Wallis soll beflissen sein, die Verkehrswege über die wichtig" -der Grimsel und Furka mit den katholischen Orten offen zu halten. 7. Da Wallis mit Korn und ^ ^Mitteln ziemlich wohl versehen ist, soll es wo möglich diese Vorräthc im Land zurükhaltcn und daS, >,^hicvon nicht selbst verbraucht, im Nothfall den katholischen Orten verabfolgen lassen. Wallis erklärt, -bereits Vorsorge getroffen zu haben, und ist bereit, einen allfälligcn Ucbcrschuß über den eigenen BcdassVerbündeten zuzuwenden.

Conferenz der katholischen Orte und Abt von St. Gallen.

Lneern. Ltt. bis SL. Januar.

Staatsarchiv Lucer». Allg, Abschiede v, NW, kol. 3, LaudcSarchiv Tchtvtiz. Abschiede.

Gesandte: Luccrn, Johann Martin Schwytzer, Schultheiß; Johann Rudolph Dürlcr,

Franz Laurenz von Fleckcnstcin, Statthalter; Karl Anton Amrhpn, des innern Raths. Uri.