der
^^'>2 August bis November 1709.
Harcourt und des Graft« du Bourg beftimmtcn Bericht, in wie weit die eidgenössischen Grenzen »>»herum bcsczt seien; sofern Basel diese Grcnzhut nicht zu behaupten vermöge, wollten die Franzosen die Grenztnach Nothdurft bcsczcn. Es wird hierüber dem Bürgermeister Burkhardt zu Händen dcr Tagsazung geschru^'man habe Herrn von Riancourt bedeutet, daß gegenwärtig alle möglichen Anstalten zur BeschüzungGrenzen getroffen seien, die freilich dcr Uebcrmacht nicht widerstehen könnten; daher habe man den Sachveft"nach Baden berichtet und werde nach Inhalt dcS Dcfcnsionalö die beiden nächstgelcgcncn Stände u>»beförderlichsten Zuzug mahnen. Nach Entgegennahme dcö Berichtes dcS Deputaten über seine Miss'?»dem französischen Botschafter habe man jenen und den eidgenössischen Repräsentanten mit dcr Instructionden Generälen du Bourg und Mcrcp abgeordnet, crstcrm im Namen dcr gemeinen Eidgcnosscnschnsi ^Unschuld dcr Stadt Basel vorzustellen, von lcztcrm aber für die schmähliche Gcbictsvcrlezung und dendcö Neutralitätstractatcs von 1702 und den dadurch entstandenen Schaven gebührende Gcnugth»u»gverlangen und die künftige Vermeidung derartiger Grcnzvcrlczungcn zu begehren, da man entschlösse ' ^vorkommenden Falls jedem solchen Einbruch mit Anwendung aller Kräfte gewaltsam entgegenzutreten.Abwesenheit dieser Abordnung wird den 2. September im KricgSrath eine neue Zuschrift des Bürgerteaus Baden entgegengenommen, worin angezeigt wird, daß außer dem bereits zur Bcsczung dcr Stadtabgegangenen Zusaz noch 400 Mann zur Bewachung dcr eidgenössischen Grenzen aufgeboten seien. 4. Sizu'^3. September. In Folge deS Berichtes dcS Bürgermeisters auö Bade» einerseits über die Verhandlungdcr Tagsazung, namentlich die Abordnung zum kaiserlichen Botschafter, um gebührende Gcnugthuuug^fordern; anderseits über die Antwort dcö französischen Botschafters, er könne die Entschuldigung vo» gnicht annehmen, weil er dieser Stadt durch einen Oberofficier von Hüningcn positiv habe anzeigen lässigedeutschen Truppen unternähmen den 20. August einen Durchmarsch durch Baslcrgcbiel nach dem Elsaß, ^dorthin zurükgcmcldet, laut dcr bestimmten Aussage dcr Herren Häupter, denen die beiden Officio ^Schreiben dcö Ambassadorcn eingehändigt, hätte damals keiner dieser Offeriere von dem 2E. Auguß g ^verlauten lassen, sondern nur im Allgemeinen angezeigt, daß die Bewegungen dcr feindlichen Trupps ^ ^Durchmarsch durch Basel annehmen lassen. Mit Schreiben vom 1. September wird aus Badendaß die angesagten 400 Mann bis auf das Kontingent von 50 Mann, welche dcr Abt von St.stellen sollte, abgehen werden. Aus dem Bericht der beiden Abgeordneten zu General du Bourg in ^rc>ist zu entnehmen, daß lcztcrcr am Tage ihrer Ankunft nach Straßburg verreist war, und Graf de ' ^Kommandant in BrciSach, an den sie verwiesen wurden, ihnen die Pässe nach Frciburg x
unter dem Vorwand, er wisse nicht, ob er sie für Freunde oder Feinde ansehen müsse, so daß sie unverO ^Dinge zurükkchrcn mußten. Die nämlichen Abgeordneten erhalten darauf am 4. SeptemberGeneral Mcrcp nach Frciburg zu reisen, um sich über dessen neue Kricgsplänc zu informircn und Saw n ^zu fordern. Inzwischen beschließt dcr baslcrischc Kriegörath eine neue eingehende Denkschrift infranzösischer Sprache zur Geltendmachung dcr Unschuld des Standes Basel versaßen zu lassen und dem ^mcister zu Händen dcr Tagsazung zu überreichen, von dcr auö sie auch dem französischen Gesandten cwg ^wird. Am 6. September trifft sodann endlich auch dcr vom Abt von St. Gallen bezeichneteFreiherr Galt Anton von Thurn in Basel ein. 5. Sizung. 7. September. Die Deputation zuMcrcp erstattet folgenden Bericht: Mercy habe erklärt, zur Ausführung des Befehls, m das Eh aßsei ihm kein anderer Weg offen gestanden, als über das Gebiet von Basel; er habe diesen Wegohne hiczu weder vom Kaiser noch vom kaiserlichen Generalissimus irgendwie beordert zu sein. 4>