August 17»«i,
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Zerfallen der früher gelobten Einstimmigkeit wahrnimmt, wird in die Umfrage gcsczt, ob man vegenun-^chttt u„d mit Rüksicht auf das sonst entstehende Geschrei nnd das zahlreich anwcjendc fremde Volk diesolenn,isation vornehmen wolle. Hiefür sind zwar alle Orte instrnirt, mit Ansnahme von Frcibnrg, dessenMitwirkung nach der Behauptung der Gesandten absolut an die Einstimmigkeit der Orte gebunden ,ci. Nurdieser Voraussczung habe Frcibnrg daS Instrument gesiegelt und müsse daher verlangen, daß fem Siegels° lange hinter den Stand Luccrn gelegt werde, bis alle Orte einstimmig seien. Hievon kann auch dasBreden der übrigen Orte die Gesandten nicht abbringen; dagegen erklären sie sich bereit, durch einen rhrcr^delleutc neue Instruction einzuholen, wenn man sechs Tage Verzug geben könne. Dic>cs Auskunfismittel"Heim den anwesenden Orten nicht so ganz beruhigend, weil man am Ende des Erfolgs nrcht sicher scr.T" spanische Gesandte, dem von dieser neuen Verlegenheit Mitthcilung gemacht wird, verwendet sich ebenfalls^ den Gesandten von Freiburg, daß sie einstweilen hier bleiben, was sie auf sein und der Orte Audnngcn""«gen. J.„ Abstand Frciburgö entsteht aber daö neue Bedenken, ob die anwesenden vier Orte den Erd.chwurleisten können Nach längerer Bcrathnng wird beschlossen zur Solcmnisation zu schreiten, da es sich"nc pure Ccrcmonie handle und keine neue Verbindlichkeit übernommen werde, und Treue und Glauben°'""dics zu halten seien Diese Entschließung wird dem Gesandten durch zwei Abgeordnete m.tgcthcllt, zugleichdie Bedingung gestellt, daß er vorher die Pension und die Originalversicherung der Ansprachen undWgnationen, sowie die königliche Ratification herausgebe und alle gethanen Zusagen nochmals unverbrüchlichhalte» verspreche, namentlich auch mit Rüksicht auf alle Entschädigungen, welche Spanien und Frankreich?de>, Fug dcr Abschlagung des Commerciums von Seite des Reichs zu leisten versprochen haben. Die"eistiing soll dann auf dem Rathhauö geschehen; dem Gesandten wird empfohlen, alle» Eclat, der etwa> Möchte zu vermeiden. Der Gesandte ist über diese Mittheilung hocherfreut und erstattet alles Versprochene'°'"°hl rüksich.lich der Pension als der schriftlich begehrten Versicherungen. In Betreff der Schadloshaltung^nubcr den befürchteten Hemmungen dcS Reiches und der Verpflichtung, für die Rettung der Orte c.nzugibt er neuerdings die verbindlichsten Zusagen. Einzig fehlt noch die königliche Ratification, die wegender Zeit nicht eingehen konnte; der Gesandte gibt aber die Versicherung, daß sie ,n Kurzem einlangen^ 'hncn werde zugestellt werden. Nach diesen Vorbereitungen erscheint der Gesandte vor der gestio» undeine beredte Proposition. Nachdem dann die Zuhörerschaft abgetreten, bleibt er vcrabrcdctcrmapen noch
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und
erneuert bei verschlossenen Thürcn nochmals in umfassender und feierlicher Weise daö Versprechen,
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"^e Könige von Spanien und von Frankreich die verbündeten Orte, wenn sie von ihren Feinden bedrängtWlltcn, keineswegs verlassen werden; hicfür gebe er das Wort nicht bloß als Kavalier, sondern auch
^ ^ist. Was hjx Abwesenheit von Schwpz betreffe, so glaube er der Würde des Königs nicht zu nahe»Ski " ^ie Solcmnisation mit den anwesenden Orten vorgehen lasse. Die Kanzlei macht nun
Hj^ bisherigen Brauch bei offenen Thürcn durch eine kleine Rede die Eröffnung zur Solemnisation.
^ Sccrctär des spanischen Gesandten an die Vertreter der Orte die Frage, ob sie den Willen"en Gesandten gerichtet. Nachdem beiderseits mit Ja geantwortet worden, macht der Gesandte in spanischer
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sprach
^ Vollmacht haben, das mailändischc Bündniß zu beschwören. Die gleiche Frage wird von der Kanzlei
^ )c den Anfang mit dem Eidschwur auf die Evangelien, alles in der Form wie 1631. Von der^ ^ wird dieser Eid in'ö Deutsche übcrsczt und dann der Eid den Abgeordneten der Orte in deutschere. ^ vorgelesen, wie es auch 1631 geschehen war. Sobald dieselben den Eid geschworen, wünscht man
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st Glük. Hierauf zieht sich der Zug durch die Volksmenge nach der Stiftskirche im Hof, wo das