1334
August 170k.
014.
Conferenz der mit Spanien verbündeten Orte.
Lucern. 1701», ltt. bis IS. August.
Staatsarchiv Lucrr». All». Abjch. v, Nva, kol. 2M.
Gesandte: Lucern. Johann Martin Schwytzcr, Schultheiß und Vcnncr; Johann RudolphRitter, alt-Schulthciß und Panncrhcrr; Johann Lndwig Meyer, Statthalter; Laurenz Franz von Flecke"^ 'Vcnner. Uri. Oberst Joseph Anton Püntincr, Landammann; Johann Martin Schmid, alt -Landam>nw ^Schwyz. (Entschuldigt.) Untcrwaldcn. Niklaus Jmfcld, Landammann, und Franz Andcrhaldcn vonwaldcn; Beat Jakob Lcuw, Landammann, und Remigius Lussi, alt-Landammann von Nidwalvcn. ^Beat Jakob Zurlaubcn, Ammann; Melchior Jten und Christoph Andcrmatt, beide alt-Ammann. Focl 'Franz Philipp von Lauten genannt Heid, Ritter, Schultheiß; Franz NiklauS Vögelin, des Raths. Appzell-Jnnerrhoden. (Entschuldigt.) ^
Der Grund der Einberufung dieser Confcrenz ist die Solcmnisation dcö mailändischcil Capitulnt^ ^deren Vollziehung sich die Orte bei den frühern Unterhandlungen bereit erklärt hatten, sobald alle VerstM»" ^ ^und Anbcdingungen in der Wirklichkeit erfüllt wären. Da nun alle diese Begehren vom spanischen Gey" ^in Wirklichkeit „vertröstet" worden, so versammelt man sich, um nebst andern Vorstellungen bei bemjeli''"königliche Ratification abzufordern, auch die Satiöfactioncn für die Regimenter und die PensionDa aber die Gesandtschaft von Schwyz wegen heute stattfindender Landsgcmcindc und diejenige vonJnncrrhoden noch nicht anwesend sind, aber auf morgen erwartet wcrven können, so wird dem „Gesandten vorläufig durch die Kanzlei eröffnet, die verbündeten Orte müssen laut im Mai »>ügoMemorial darauf bestehen, daß in Bezug auf das Ccrcmonicl der Solcmnisation sowohl rüksichtlich ^als der gegenseitigen Eidlcistung und anderer Förmlichkeiten der Vorgang von 1634 beobachtet werde,erstattetem Bericht hat der Gesandte darauf erwicdcrt, weil nun das Mahl auf dem Rathhaus st"walte der Armsessel halber keine Schwierigkeit mehr; auf die übrigen Begehren könne er in FolgeBefehle nicht eingehen, man möchte ihn mit weiter gehenden Forderungen verschonen; wenn man stehVerbesserung dcS CercmoniclS nicht ausnahmsweise nur an ihn, sondern auch an Frankreich wende» ^ ^so wollte er einen solchen Schritt kräftigst untcrstüzen. Dem Gesandten wird aber durch den gleichenochmals erklärt, daß man von den im Memorial gestellten Forderungen nicht abgehen könne.auch vernommen hat, daß Appcnzcll-Jnncrrhodcn nicht siegeln wolle und das Instrument ohne ^der Gesandten zurükgcschikt worden, von Schwyz aber noch keine Nachricht eingegangen war, so wird : ^ ^zeitig dem Gesandten von ersten» Vcrhältniß Mitthcilung gemacht und rüksichtlich des leztcrn angcfrmst/ „etwa Nachrichten von Schwyz erhalten, was er verneinte und über den unerwarteten Ausgang >» 'seine Bestürzung zeigte. Des Ccremonicls halber habe er die gestrige Antwort wiederholt, und endlich ' ^ ^wenn sich die Orte bezüglich der Solcmnisation erklären wollten, so wolle er sich über daS Cerenio» ^weiter auslassen, nachdem er die Pension theilwcise schon herausgegeben. Als des folgenden Morest ^ ^Schreiben von Schwyz eingegangen, gemäß welchem die dortige Landsgemcinde daS Capitulat zwargefunden, wegen der mißlichen Zeiten aber die Solcmnisation eingestellt habe, und man mit tiefem