1308
Mai 1706.
Dieser Vertrag ist vom Bischof und Domcapitel den 6., und von dem Stande Bern den 9. Aprlratificirt worden.
603.
Conferenz der katholischen Orte und Abt von St. Gallen.
Lncern. 1700, 17. bis 22. Mai.
Staatsarchiv Luccr». Abschicdcband v. 170«, kol. 149.
Gesandte: Luccru. Johann Martin Schwytzer, Schultheiß; Johann Rudolph Dürlcr, Ritter, altSchultheiß und Panncrhcrr; Johann Ludwig Meyer, Statthalter; Lcodcgar Keller, Salzdircctor. tlreOberst Joseph Antoit Püntincr, Landammann; Johann Martin Schmid, alt-Landann»ann. Schwyz-Christoph Schorno, Landammann; Dominik Janser, des Raths. Untcrwaldcn. Niklaus Jmfcld, La>>^ammann und Panncrhcrr ob und nid dem Kcrnwald, von Obwaldcn; Beat Jakob Leu, Landamman», >Remigius Lussi, alt-Landammann von Nidwaldcn. Zug. Beat Jakob Zurlaubcn, Ammann und Landim»^'Christoph Andcrmatt, alt-Ammann. Katholisch Glarus. (Entschuldigt.) Freiburg. Franz Nikla"Vondcrweid und Franz Niklaus Vögclin, beide des Raths. Solothurn. Johann Ludwig von Roll, Bc»»^'Franz Joseph Bcscnval, alt-Rath. Appcnzell-Jnncrrhodcn. Ulrich Suter, Landammann. Abt »St. Gallen. Gall Anw» von Thür», Obcrvogt zu Romanshorn. Wallis. (Entschuldigt.) ^
». Da die protcstirendcn Orte auf der leztcn Tagsazung ihre ganze Thätigkcit darauf verivcndctcN/katholischen Orte der Vcrlczung des Bundes zu beschuldigen, wobei die übrigen Landcsgcschäfte in ihrer »als bedenklichen Lage gelassen und der nächsten Tagsazung vorbehalten wurden, hat Luccrn die katho >>chOrte sannnt der Republik Wallis zu dieser Conferenz eingeladen, um auf die nächste Tagsazung eine ^rathnng zu halten. Nach Verrichtung des eidgenössischen Grußes läßt Luccrn ein Schreiben derWallis verlesen, in welchem sie ihr Ausbleiben mit in diese Zeit fallenden Landcsgeschäftcn und »"l ^Zuversicht auf die durch das mailändischc Capitulat erreichten Errungenschaften der katholischen Orte rutsch» -dagegen Mittheilung des Abschiedes verlangt, soweit er die Rcligionsintercsscn bcschlage. Hierauf wird 9Wallis das Bedauern ausgesprochen, daß es verhindert sei, der Conferenz beizuwohnen, mit Entschuldedaß diese nicht mehr habe abbestellt werden können. Gleichzeitig wird die Ucberscndung des Abschieds z'bssI». Auch katholisch Glarus entschuldigt sein Ausbleiben mit der eben vorzunehmenden Bcsczung der 'und verlangt ebenfalls Mittheilung des Abschiedes, waö beschlossen wird. v. Frciburg bringt, wcil ' ^ ^im Verzug, gleich anfangs beschwerend vor, es habe mit dem Herzog von Savoycn auf dreiCapitulation für drei Compagnicn abgeschlossen, nun aber habe der Herzog unlängst nicht nur de» ^Alt und alle Hauptlcutc und Officicrc ohne irgend welche Klage cassirt, sondern die MannschaftProtestatio»«! des Obersten gewaltthätig dem Kydischcn Regiment einverleibt. Frciburg habe darauf!)»'Läufcröbotcn mit einem Vorstcllungöschrcibcn an den Herzog abgeschikt; jener sei aber von seinerzu seiner „convoyrtcn" Abreise mit seinen Gespanen keinen Augenblik unvcrwacht, „rcspcetivcgelassen, und Oberst Alt einige Stunden vor des Läufers Ankunft, vcrmuthlich auf Anzeige des .
Subdclcgirtcn, Secretär Totcmps, nach Chivasso („Chivazzo") beordert worden. So sei denn auch die A»t»'sHerzogs unwillsährig ausgefallen. Da eine so schimpfliche Behandlung der ganzen Eidgenossenschaft enipst