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Februar 17V6.
sich folgendcrmasscn: Er sei vom König beauftragt, dic katholischen Orte seiner fortwährenden Zuneigung ^versichern. Dies sei unter den gegenwärtigen schwierigen Verhältnissen um so bedeutungsvoller, wen» Ibestätige, daß das Rcichscollcgium zu Regcnsburg auf Anstiften des Wicnerhofcö und dcö Reichs wegenErneuerung des mailändischcn Capitulats ein Verbot der Abfolgung von Salz und Getreide erlasse» 'daö ebenso ungerecht und unklug als den eigenen Staatöintcrcsscn nachthcilig sei. Oesterreich glaube sich ^zu jedem Unterfangen stark genug, seitdem Reichsfürstcn sich der Auctorilät dcö Reiches so sklavisch »nterworst^haben, daß sie zur Untcrdrükung der bayerischen Untcrrhancn herbeigeeilt seien, ohne zu bedenken, dasUntcrdrükung Bayerns ein Beispiel für dic Untcrthancn Brandenburgs, Sachsens, Würtcmbcrgs und and>r>Fürsten sei. Indem er vor den katholischen Ständen spreche, glaube er es zugleich vor der ganzen Eädjstnosscnschaft zu thun. Mögen dic protestantischen Kantone erwägen, was das Dccrct von Regcnsburg,zum Nachthcil der katholischen erlassen sein soll, zu bedeuten habe. Ein einzelner Thcil lasse sich nicht antast"'ohne daß der andere es mitfühle. Mögen sie überlegen, ob nicht sie eines Tages, wenn ihre Convc» ^einen dem römischen König mißbelicbigcn Beschluß zu fassen erfordere, Drohungen und Beschlüsse zu gcwärhabe», als wären sie von demselben abhängig. Daö Rcichscollcgium in Rcgcuöburg nenne dic SachtHauses Oesterreich dic gemeine Sache, um Krieg, Gcwaltthätigkcit und politische Verführung zu beschautDoch daö wissen die hier vertretenen Kantone schon; nicht minder, daß der Hof in Wien mit mißgünlAuge sehe, wie, während fast ganz Europa in Feuer stehe, das sichere, mäßige und kriegerische HclvctN»seinem Innern den Frieden bewahre. Da der Wicncrhof der ganzen Nation nicht mit Gewalt bc>k»> ^könne, suche er zwischen Protestanten lind Katholischen Mißtrauen und Zwietracht zu säen, um dann dir ^nach den andern zu untcrdrükcn. Er, der Sprechende, ermahne also dic anwesenden Orte, aber auchProtestanten, zu denen dieses Wort der Liebe und dcö Diensteifers dringen möchte, gegen diese Nächst" uauf der Hut zu sein. Der König verlange nichts sehnlicher, als daß die Eidgenossen einerbcneidcnswcrthcn Eintracht genießen. Eine solche Eintracht könne man mit Recht dic gemcinsanirHclvcticns nennen, im Gcgcnsaz zu derjenigen, welche Reiche, Fürstenthümcr, Leib und Gutbitte die versammelten Orte, dic Verschiedenheit der Handlungsweise zwischen ihm und den s"" ^Ministem zu beachten; er crmahne sie zur Einigkeit, jene suchen sie zu zerstören; er suche ihre Eh", ^stellen ihrer Freiheit nach; er stärke sie durch Ehrenhaftigkeit und Beistand, diese bedrohen sie
mit'Gefahren. Nach der Lehre der Naturforscher lasse die Vorscbung auf einem Felde keine Giflpflauzc u'»
ohne nebenher ein Gegenmittel hcrvorspricßcn zu lassen. Diese vcrchrungswürdigc Vorsehung habe du >
von Spanien und Frankreich auScrschcn, um die Eidgenossen durch ihre Wünsche und Räthe vor du» ^anderer feindlicher Mächte zu bewahren. ES mögen dic Ocstcrrcichcr immerhin knirschen, daß, wähn' ^ ^
währet
so großer Thcil der Welt ihnen gehorcht, dic Eidgenossen souverän bleiben und im Innern Fried»»
wollen. Dieses Vorhaben sollen sie stets offen bekennen. Nach Anhörung dieser Proposition wird "» ^schuß bezeichnet, um das Dankcomplimcnt zu verrichten. Zugleich aber findet sich die Confcrcnz d»r ^Anführung des rcgcnsburgischcn Decrctcs veranlaßt, auf dic Erhältlichmachung des versprochenen Salb» ^Getreides Bedacht zu nehmen. Zu diesem Zwckc wird das Protokoll der bezüglichen einfachen ^»st^^^ss26. Januar abhin verlesen. Luccrn berichtet dazu, die unvcrwcilt versprochenen Antworten über de»jedes Ortes an Salz und Getreide, sowie über die Frage, ob man mit dem französischen Gesandtc»schriftlich oder durch eine Deputation unterhandeln wolle, seien mit Ausnahme von Nidwaldcneingegangen. Gestüzt auf die Instructionen wird aber sogleich in die Sache eingetreten, und nachd""