Februar (706.
1291
Bern Satisfaction zu begehren rmd je nach der Antwort auch eine Gcgcncitativn oder ein Gcgcnact zu"ffen. ^ vielfältig drohenden Gefahren und die aus den eigenmächtigen Handlungen der prolcstircndcn
^ hervortretende Absicht derselben, einen Brnch herbeizuführen, veranlassen die anwesenden Orte zu einer^Wltigcn Bcrathung, ob cö nicht dringend nothig sei, sich mit Provisionen und Waffen zu versehen undcrstcn Auszug bereit zu halten. Dies wird allgemein um so uöthigcr erachtet, weil Bern viel Volk im"'"rsch habe und die übrigen evangelischen Orte ebenfalls rüsten. Bei dieser Gelegenheit bemerkt Solothurn,ZU ohne besondere Instruction, nach dem Beispiel von Bern sollte in den ersten Auszug nur junge und- Mannschaft genommen werden. Einige Orte haben dicö bereits so eingerichtet, andere versprechen,Obrigkeiten zu empfehlen. Im Weiter» weist Solothurn darauf hin, wie cS nach seiner LageStand Bern eigentlich in den Rachen gesczt sei, und im Fall eines Angriffes von keiner befreundeten^ Zuzug zu erwarten habe. Bern könnte sich leicht in ihrem Lande fcstsczcn und wäre dabei vorwärtszur - ^ und rükwärls durch den Jura gcdckt. Rur der Bischof vou Basel könnte Solothurn direkt^ Hilfe ziehen, weswegen angemessen sein dürfte, sich mit ihm über einen allfälligcn Zuzug zu verständigen.^ ^ Ansinnen wird allseitig wohl aufgenommen und beschlossen, den Antrag den Obrigkeiten zu hinterbringen,km ^ " Frciämtcr.) It. Auf die Vorstellung Luccrn'S, wie nothwcndig eine enge Vcrständniß zwischen denH wichen Orten und den Verbündeten sei, wird unter Hinwcisung auf frühere Beschlüsse etwa auf deneine katholische Confcrcnz fcstgcsczt, zu der die Republik Wallis ebenfalls eingeladen werden soll,soll dieser Republik in einem Schreiben von den obschwcbcnden wichtigen Angelegenheiten deru»d ^ Toggcnburger- und Ncukirchcrgeschäft, der Anfechtung des mailändischcn EapitulatS
Münsterthalcrhandcl Mitthcilung gemacht werden. Schwyz hätte sehr gewünscht, die Bundcscr-halt^ Wallis hätte stattfinden können. Frciburg bemerkt, daß cS auf der nächsten mit Wallis zu^»de» Confercnz auch den bekannten zwischen ihnen waltenden Streit behandelt sehen möchte. I. WieP^"'chtet, führen die Zürcher in Kappel ein großes Gebäude mit dikcn Mauern auf, angeblich für eine""d ein Magazin; daselbst werden auch solche Auffüllungen vorgenommen, daß, während man früher^ "ne,n erhöhten Punkt der zugcrischcn Botmäßigkeit Kappcl habe überschauen können, dieser neu erhöhteh"" zugcrischcn Höhepunkt beherrsche, so daß es auf eine Fortificatiou abgesehen zu sein scheine.^ kgehrt daher Rath, wie etwa gegen dieses Gebäude Einsprache erhoben werden könnte. Hierüber wissen»y nicht viel zu räsonnircn und stellen Zug anheim, was cS diesfalls thun zu können glaube.
N>»rd u. SarganS.) i>. (Lucern und Uri.) Uri ist bereits bei zwei katholischen Confcrcnzcn ersuchtSchilling gesteigerten Zoll von jeder Scidcnballe auf 5 hcrabzusczen. Dieser Gegenstandh«l>c ' angeregt und die Urncr Gesandtschaft angefragt, ob sie nicht etwa bessern Bericht zu crthcilcn
^>>c„ crwicdert, sie habe auf das an sie gestellte Gesuch den Gcgcnstaud im Landrath angeregt, abererwirken können, weil das Zollwcscn unmittelbar von der Landsgcmcindc abhänge. Auf dasä s,, ^ Andringen LuccrnS, die Gesandte» von Uri möchten die Sache fördern und den Zoll wieder aufsuchen, da auch die Particularcn ebenso gering gehalten werden, wird die Antwort^ ^ Landsgcmciudc hierauf vielleicht cingicngc, wenn nicht die Gewässer so ungeheure KostenAuf die fernere Anfrage, ob Luccrn durch ein Schreiben an die Obrigkeit in Uri ein gutcö^se»m könnte, antworten die befragten Gesandten, sie müssen cS dem dortigen Stand anheimstellen,
v»r ^ ZU machen oder nicht. ». Der spanische Gesandte hat die Bewilligung nachgesucht und erhalten,^ ^rjammlung einen Vortrag zu halten; er wird zu derselben in gewohnter Weise abgeholt und äußert