1272 November u> December 17VZ.
standen sei, wenn die Vollmacht nicht eingehe, anzunehmen. Es mochte nun ein Gesandter jedes Ortes »achHause gcschikt werden, um die Annahme dieser provisorischen Sicherheit zu bewirken. Vom Tage an 'fallen die Koste» der Confcrcnz auf den König, und vielleicht bringe der nach Mailand abgesandte Co»die Vollmacht früher als man erwarte. Da nun Alles bis auf eine Formalität vereinbart sei, derwesentlich das Interesse der katholischen Religion und andere Convenicnzcn der Orte bczwckc undund andere Mächte denselben im Geheimen zu durchkreuzen suchen, so erwarte er einen raschen Abschl»»
bitte wiederholt, daß die Confcrcnz bcsammclt bleibe. Rüksichtlich der Punkte, über welche noch eine ,Erklärung verlangt worden war, erbittet sich der Gesandte gehörige Spccisication, die ihm von der Ka»,crthcilt wird. Nach angehörter Relation wird demselben wieder berichtet, daß man sich zwar von demwenig Hoffnung mache, gleichwohl aber von jedem Stand einen Gesandten hcimschikcn und inzwiichl»^weit cS von dem persönlichen Willen der Gesandten abhänge, die Confcrcnz nicht auflösen wolle. Dersandte verdankt diese Mitthcilung auf das verbindlichste und verlangt die Namen der nach Hauff ^ordnenden Gesandten zu erhalten, angeblich, damit er die Circularc darnach einrichten könne. ESaber vcrdcutet, eine solche Mitthcilung sei nicht üblich, wahrscheinlich werde der erste Gesandte jedesmit diesem Auftrag betraut werden. Nachdem endlich am 8. December die erwartete Vollmacht cingcsff ^.ist, wird hicvon den in Luccrn zurükgcblicbencn Gesandten Kcnntniß gegeben, die Vollmacht auf diegelegt und die abwesenden Gesandten wieder einberufen. Da die beiden Gesandten von Uri hcimgcrclsr ^wird die Confcrenz in Abwesenheit derselben zwar am kl. December wieder eröffnet und inzwischen d>cspanischen Gesandten eingereichte Erklärung über die nachträglich verlangten Punkte in Berathungund nachher, weil nicht ganz entsprechend, wieder zu besserer Stilisirung zurükgcschikt. Da Uri auchmittags noch nicht eingetroffen ist, so wird inzwischen von einem Schreiben der evangelischen8. December Kcnntniß genommen, worin abermals auf Anregung des kaiserlichen Abgeordneten von ^die Bcdcnklichkcit der Erneuerung des mailändischcn CapitulatS vorgestellt und Sistirung derHandlungen bis zur nächsten Tagsazung verlangt wird. Nachdem Uri am l2. December wieder einsff ^wird dieses Schreiben bcrathcn; die Session findet darin lediglich die Absicht der cvangelischcnkatholischen allerorten Schwierigkeiten in den Weg zu legen, während man jene unbeanstandet mit w» ^tianischcn Bündniß vorfahren lasse; es wird daher beschlossen, die Beantwortung dieses Schrcibu'^^Obrigkeiten selbst anhcimzustcllcn, wovon Zürich am Schlüsse der Verhandlung über dasLuccrn vorläufige Anzeige gemacht wird. Im Hauptgeschäfte selbst wird nach übereinstimmendervor Allem aus die Bezahlung der Pensionen und anderer Guthaben gefordert; auch wird der
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werde gesperrt werden. Auf den Vortrag dieser Gesuche crwiedcrt der Gesandte, er werde die „gPensionen morgen und unmittelbar darauf die Particularansprachcn bezahlen lassen; rüksichtlich der ^von Salz und Getreide könne er nach eingelangten Berichten des französischen Gesandten alle w»" ^Zusicherung geben, indem eine Zusage vom König von Frankreich ehestens eintreffen werde; er wolff ^zur Beschleunigung der Sache einen Expressen nach Solothurn schikcn; übrigens glaube er nicht, dal' ^reich eine so ganz feindselige Haltung annehmen werde. Von dieser Erklärung nimmt die Eonff"großer Befriedigung Kcnntniß und beschäftigt sich dann mit der lcztcr Tage verlangten undGesandten rcvidirtcn Erklärung über einige Punkte, die nun als ganz entsprechend befunden wird.
daß man sich in formellster Weise für Lieferung von Salz und Früchten versichern lasse, allseitigda voraussichtlich mit dem Bekanntwerden des Abschlusses des CapitulatS von Seite Oesterreichs der ^