Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
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294gen um, ohne daß sie dem Morden nur im geringsten Ein-halt gethan hätten. Alles Blut, das man zu vergeuden be-beschlossen hatte, floß ungeahndet und mit guter Muße.Was thaten inzwischen unsre ersten Gesetzgeber? Schliesen.sie etwa auf ihren kurulischen Sesseln?Sie schliefen ganz und gar nicht, wird man uns ant-worten; am wenigsten der Untersuchungsausschuß. Entdeckten sie nicht mehr als funfzig Verschwörungen? Man hat1deren sogar sechs und sechzig gezählt.Und doch, entgegnen wir, waren sie nicht im Stande,eine einzige der Greuelthaten zu hintertreiben, die wir,in diesem ersten Bande unserer Geschichte, dem Andenkender künftigen Zeiten geweihet haben!!Jener Untersuchungsausschuß, eine leidige Kopiedes Pariser Gemeindeausschusses, erzeugte, einige Jahrespäter, die Ausschüsse der allgemeinen Sicherheit und deröffentlichen Wohlfahrt. Diese beiden Kinder verübten desBösen ungleich mehr, als ihr Vater. Der Untersuchungs-ausschuß entdeckte die Verschwörungen gewöhnlich etwas zuspät, und konnte alsdann ihren Wirkungen nicht mehr zu-vorkommen; die beiden Ausschüsse des Nationalkonvents hin-gegen schmiedeten, nach ihrem Gutdünken, Verschwörungs-plaue, und hatten die Listen der Straffälligen schon im vor-aus bereit liegen.Als der ältere Brutus die Tarquinier verjagte und Romin eine Republik umwandelte, kannte man keinen Untersu-chungsausschuß. Und doch kam diese große Revolution in we-nig Tagen zu Stande; keine hundert Römer wurden dabeiaufgeopfert. Das wenige Blut, welches diese denkwürdigeEreigniß bezeichnete, floß gerichtlich. Da hörte man vonkeiner Niedermetzlung, von keiner Einäscherung. Das Volk