Gewicht, weil sie die beste Antwort auf jene Beschuldigungsind, die man der Revolution nur allzu häufig gemacht hat;daß sie nämlich das franz. Volk zu Kannibalen herabgewürdigthabe, welche bei der leisesten Veranlassung einander aufzu-fressen bereit wären.Einige Blutstropfen, vergossen zu Montreuilohnweit Paris, im Mai 1791.In der Einleitung zu dieſem Werke haben wir eines Zugserwähnt, der dem gepriesenen, schönen Jahrhundert Lud-wigs des Großen keinesweges zur Ehre gereicht. AufBefehl dieses bigot gewordenen Fürstens wurden mehrereprotestantische Jungfrauen von Soldaten, öffentlich und vorkatholischen Altären, gegeisselt.Die Revolution — wer hätt' es denken sollen? — lie-ferte dazu ein Gegenstück. In der Gemeinde von Mon-treuil, welche wegen der schönen, dort im Ueberfluß wach-senden Pfirsiche berühmt ist, hatten sich einige Nonnen,vom Orden der barmherzigen Schwestern, ein ehrenrühri-ges Geschwätz gegen die beeideten Priester des Bezirks er-laubt. In der Dämmerung bemächtigen sich mehrere Män-ner dieser heiligen Jungfrauen, und schlagen sie auf ein-eben so derbe als unanständige Weise. Die mehresten vonihnen wurden blutrünstig.Doch darf man diesen schlechten Streich keineswegsden Patrioten aufbürden. Es ward gerichtlich dargethan,daß Steinbrecher aus der Nachbarschaft ihn begangen hat-ten. Diese gestanden nicht allein die That, sondern sagtenauch aus, daß sie dazu wären gedungen worden; und zwarvon ehemals mächtigen Leuten, die jetzt aber nur daraufausgiengen, die Revolution verächtlich und gehässig zu machen.18*
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten