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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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Juni 1702.

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^"scm Anlaß Freudcnschüssc veranstaltet haben. Es wird daher die Meinung angeregt, den Untcrthancnb^cn Wahn durch einen Gcgcnact zu benehmen und ihnen zu zeigen, daß die landesherrliche Gewalt dadurch'"cht beschränkt worden sei; von anderer Seite wird bemerkt, wäre wohl besser, den Abt zu der Erklärungveranlassen, daß er sich dcS neuen Titels in diesen Landen nicht prävalircn wolle. Schwyz, Untcrwaldcn""d Zng berichten, sie haben dem Abt zu dieser Würde gratulirt, jedoch in der Meinung, daß diese denenden Orten unnachthcilig sein solle. Diese Sache wird zu weiterer Reflexion in den Abschied genommen,l. Der kaiserliche Gesandte wird übungsgcmäß durch die zweiten Gesandten jedes Ortes in die Sizungweitläufige Proposition, welcher er die schriftliche Protestatio» beifügt, daß die wahr-unlich spamschm Gesandten auch zu crthcilcnde Audienz nicht als Präjudiz für die Hauptfrage angesehen^^n tolle. Die Propositiou selbst wird am Abend spät schriftlich eingegeben und cS wird in derselben'"bst den gnädigsten Versicherungen des Kaisers das Vergnügen ausgedrillt, in dieser vorzüglich wegen des"Wändhchcn Bundes veranstalteten Versammlung die Ancrbictungcn vom 22. April Schreiben dcö'"rlichcn Gesandten von diesem Datum aus Baden an die mit Mailand verbündeten katholischen Orte""»crn und näher besprechen zu können. Zwar streue der spanische Gesandte zum Schimpfe der Eidgenossenschaft^ mit Geld sei Alles zu erlangen; allein er, als kaiserlicher Botschafter, getraue sich, diese Zulage Lügen^nn wenn er sich frage, warum die katholischen Orte mit dem Usurpator der spanischen Kroneeingehen sollten, so könne er keine andern Gründe finden, als 1. Schuz für die Religion, 2. denHänden liegenden Besiz dcö mailändischcu Staates, und 3. die Vorthcilc in Handel und Verkehr^ die Orte und besonders für die cnnctbirgischen Vogtcicu. In Rüksicht dcö ersten Punktes zeigen seine^ )Mi Schriften, daß dem Hause Bourbon nicht um die Religion, sondern um die Region zu thun sei,vi allgemeinen Feind der Christenheit, dem Türken, in Allianz stehe, Friedensverträge breche,

^ÜMdertjährigc Kirchen, Stiftungen und Gotteshäuser zerstöre und auch in der Eidgenossenschaft den lcztcnfomcntirt habe. Ucbcr den Besiz des Hcrzogthumö Mailand werde der vom Kaiser, von Eng-en i Holland am 15. Mai erklärte Krieg entscheiden, und wofern man den kaiserlichen Waffen und derM und holländischen Flotte nicht einige Länder opfern wolle, müssen Spanien und Frankreich ihreabcr zersplittern. Es verlaute zwar, der Herzog von Anjou werde in eigener Person nach Italien ziehen;

'venu dieses Gerücht auch begründet wäre, so erfolge daraus keine wesentliche Verstärkung der Armee,Di ^ ^ römische König in eigener Person mit vielen tausend Mann nächstens im Elsaß erscheinen werde.^ "hicht auf die Erhaltung dcS Handels und Verkehrs mit Italien sei unerheblich; Pferde, Vieh, Käse und^ ^ französischen Armee, ja ganz Italien, so nöthig, daß an keine Sperrung des Passcö zusich ^ ^ ' Sollte aber auch den cnnctbirgischen Vogteicn Frucht und Salz vorenthalten werden, so anerbietebicst/^ ^"^r, ihnen beides genügend zu liefern. Wenn aber auch zeitweise ctwaö mangeln würde, wäretzg weniger in Anschlag zu bringen, als sich selbst die Ketten zu schmählicher Knechtschaft zu schmieden,allcr/""^ ^ nämlich um nichts Geringeres, als um Errichtung einer Univcrsalmonarchic, zu der durchUnd ' Kaiser unternommene Rebellionen, Fricdcnöbrüchc, Mordbrcnucrcien, List, feindliche Allianzen

u»d ""erhörten Kricgsgrcuel der Weg gebahnt worden sei. Zuerst sollten die RcichSfürstcu uutcrdrükt^chtc'^^ ^ souveränen Staaten verschlungen werden, um endlich die von Mazarin und Richelieu ausge-be, st, ^"^'onhchc Monarchie aufzurichten. Auch die Eidgenossenschaft habe nichts Besseres zu erwarten;n,st ^ztcn dreißig Jahren im königlichen Rath schon zwei Mal der Antrag gestellt worden sei, dieselbe^ iu überziehen, so würde dieses Vorhaben nur um so leichter zur Ausführung kommen, »venu