264den Kommis mit gewaffneter Hand beizustehn. Lafayettewar über diesen Umstand eben nicht ungehalten. Er konntedadurch den besoldeten, von ihm errichteten Jägerkompag-nien einige Beschäftigung geben, und zu gleicher Zeit hatteer ein leichtes, zu geheimen und schnellen Unternehmungenimmer fertiges Truppenkorps bei der Hand. Im übrigenmachte die Vermehrung des Militärs eine Verstärkung desStabes unangänglich nöthig. Und das taugte wieder zuLafayette's Entwürfen. Er konnte dabei eine Mengeseiner Kreaturen als Adjudanten u. s. w. anstellen DieBürger murrten bei dem Anblick dieses neugebackenen mili-tärischen Adels; schüttelten die Köpfe über seinen prächti-gen und kostbaren Anzug; ärgerten sich über all' diese Neue-rungen, zu denen sie das Geld hergeben mußten.Dem sey, wie ihm wolle; man stellte an jede Bar-riere von Paris ein Piket dieser Jäger.Den 24 Jan. 1791, um sechs Uhr erscheinen fünf undzwanzig Jäger und zwei Mauthbeamten, unter der Anfüh-ung eines gewissen Acrain's, Unterbrigadier an der Bar-riere Des=Vertus, vor dem Hause des Bürgers Vinclair,eines Weinhändlers zu la Chapelle. Dieser Mann war alsein Hehler von Kontrebande angegeben worden, und deswe-gen sollte eine Haussuchung bei ihm vorgenommen werden.In der That; man findet auch verbotene Waaren bei ihm,nimmt sie weg, und die Jäger begleiten diesen Fang. Wieleicht zu vermuthen war, läuft ein Hause Neugieriger zu-sammen. Einigen von ihnen dünkt dieser Aufzug, währenddes Morgenroths der Freiheit, ziemlich sonderbar; sieäußern es, und werden von den Jägern derb geschlagen.Der Lärm verbreitet sich in der ganzen Nachbarschaft; manzieht die Sturmglocke; viele Bürger eilen bewaffnet herbei.
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