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Juni 1698.
3U4.
Conferenz der VII katholischen Orte.
Lucer»». 0. u >0. Juni.
Staatsarchiv «ucerii. Mg, Absch, Bd. I.XXXIV, k°1.124,
Gesandte: Luccrn. Rudolph Mohr, Ritter, Schultheiß und Stadtvcnncr; Johann Rudolph Dürlcr,Ritter, alt-Schultheiß und Pannerhcrr; Johann Martin Schwytzcr, Statthalter und Obcrzcugherr; J»stDietrich Balthasar, Oberst-Stadtwachmcistcr lind des Raths. Uri. Jost Azarias Schmid, Landammann;Anton Schmid, alt-Landammann und Gardehauptmann; Joseph Anton Püntiner, Statthalter. SchwYZ'Rudolph Schindler, Landammann; Johann Victor Schorns, Landschreiber. Unterwalden. Niklaus I»»feld, Landammann, und Johann Wirz, alt-Landammann und Landöhauptmann von Obwaldcn; Franz Achc^mann, Landammann von Nidwalden. Zug. Beat Kaspar Zurlaubcn, Ritter, Annnann; Josue Jten, desRaths. Freiburg. (Entschuldigt). Solothurn. Urö Suri, Stadtvcnncr und des Raths.
Gemäß der auf der Tagsazung in Solothurn getroffenen Abrede besannnclt sich die Conferenz, um überdie Geschäfte der nächsten Jahrrcchnungstagsazung Vorberathung zu pflegen und sich über die auf den Ee>uferenzen vom Deccmber 1695 und Mai 1696 behandelten Angelegenheiten zu besprechen. ». Da unter dc>»lcztcn Nuntius Conti die Unterhandlungen so weit gediehen, daß die Geistlichen ihr Einkommen verzeichneund den zwanzigsten Thcil desselben in Geld und Früchten zum Besten der katholischen Interessen verfügbarhalten sollten, ohne daß jedoch über die Vollziehung den Orten die verheißene Mittheilung gemacht wordc»wäre, was man zwar der unerwartet schnellen Abreise des Herrn Nuntius Corti zugeschrieben, so wird bc^schloffen, dem nun angekommenen Nuntius Julius Piazza, Erzbischof von RhoduS, durch eine Abordnung dgAngelegenheit zur Beförderung zu empfehlen. H». Der neue Nuntius, dessen Creditiv vom 25. Jan.datirt, wird nach alter Hebung in die Sizung abgeholt. Er versichert die katholischen Orte der besonder»Gewogenheit des Papstes und sagt seine eigene Dicnstbercitwilligkcit zu. Sein Vortrag wird durchAbordnung verdankt und damit die Versicherung treuer Anhänglichkeit an den hl. Stuhl verbunden. <-» ^vom Nuntius in seinem Vortrag berührten Gefahren, welche dem katholischen Wesen drohen, führen auf ^Betrachtung, in welche Noth die Katholischen bei einem Bruch mit den Unkatholischen versezt würden, w"»'durch einen plözlichcn Ucberfall Rappcrswyl, die dortige Brüke und daö Hurdcncr Feld zusammen, oder c>»oder das andere weggenommen werden sollten. Obschon man die Gründe nicht mißkennt, welche vonBefestigung der Stadt Rappcrswyl abrathcn, findet man doch allgemein, cS sollte wenigstens daö Sch^das bei Niedern, Wasserstand bei der Brüke sich zeigende Jnsclchcn und daö Hurdcncr Feld in etwclchen Agtheidigungöstand gcsezt werden. Die daherigen Vorkehrungen zu begutachten, wird den Schirmortcn der S >RappcrSwyl empfohlen. In Bezug auf die erforderlichen Mittel stüzt man sich auf die nculichcn VertröstungRoms, wie solche auch schon 1657 gegeben worden sind. Da von der Erhaltung RappcrSwylö auchBehauptung des Passes durch den Hummclwald und die Verbindung mit den Katholischen gegen Wyl ^abhängt, wo man ohnedies ein Magazin anzulegen beabsichtigt, welches einige Befestigung erheischt, s» gbeschlossen, dieses wichtige Augenmerk in den Abschied zu nehmen und hievon dem Abt von St. ^
Hufs einsichtiger Handreichung Mitthcilung zu machen, und zwar um so mehr, als sich bei dem jüngst