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April 1698.
verlästert und durchgehechelt hat, so wird solches von einem gemeinen und vereideten Amtmann und Dienerbillig als auffallend nnd ahndungswürdig gerügt. Bei diesem Anlaß eröffnen die Gesandten von Zürich ver-traulich, nachdem der Verfasser erfahren hatte, wie sehr dieses Büchlein mißbilligt werde, sei er bei ihnen inihren Herbergen erschienen und habe unter Anerbietung von SatiSfaction um Verzeihung gebeten. Nach Er-dauerung dieser Sache wird Zürich beauftragt, nach dem Osterfest Jemanden nach Baden abzuordnen unddaselbst von Schultheiß und Rath, weil das Büchlein mit der Angabe ,?srini88u Luperiornm" erschienen,sowie vom Verfasser gebührende SatiSfaction zu verlangen und über den dahcrigen Erfolg den evangelischenOrten Bericht zu erstatten. «>. Bern wird wegen bekannten in gemeiner eidgenössischer Session vorgefallenenAnlasses ersucht, beim großbritannischcn Gesandten das Begehren zu stellen, daß er wie sein Vorgänger Coxcdie Eidgenossenschaft mit gebührender Titulatur beehren möchte. «. Da die eidgenössischen Grenzen durch dennculichcn Friedensschluß völlig beruhigt worden sind, so wird Basel ersucht, sich mit dem Commandantcn vonRhcinfeldcn, oder wo sonst noch nöthig, über Abstellung der Schirmwachcn zu besprechen, damit auch Zürich/Bern, Basel und Schaffhausen die jährliche Ausgabe von 38-1 RcichSthalcrn für die zu Äugst aufgestelltenacht Mann abgenommen werde, f. Auf Genehmigung der Obrigkeiten wird den Städten Durlach undPforzheim nach der ncunörtischen Scala eine Untcrstüzung von 1000 RcichSthalcrn zugesprochen. Dabei wirdBasel ersucht, den Markgrafen bei erster Gelegenheit an sein früheres Versprechen zu erinnern, den in stiu^Landen befindlichen oder dort sich niederlassenden Evangelischen den Bau einer Kirche zu gestatten und dazudie Materialien beizutragen, z;. Der Stadt Speyer wird zu ihrer Restitution auf Genehmigung der Obligokciten nach der ncunörtischen Scala eine Untcrstüzung von 800 Gulden zuerkannt, unter der Erinnerung, dc»Evangelischen versprochenermaßen in der Stadt eine Kirche anzuweisen. Ii. Herkules Dclliker von Zürich,Prediger der reformirten schweizerischen Kolonie zu Lindau im Brandenburgischcn, und Albrccht Wittenbach vo»Bern, Prediger bei der schweizerischen Kolonie zu Potsdam, berichten mit Eingabe vom October v. I-, ^seien durch den Kurfürsten veranlaßt worden, für die evangelisch-eidgenössische Kolonie eine Kirchcncollcctc z"sollicitiren, da dieselbe vier besondere Kirchen bauen sollte, wofür auch der Kurfürst seine Untcrstüzung zusagtEinstimmig wird darauf beschlossen, den genannten Pfarrern vorzustellen, wie die evangcllschen Orte für ^Unterhaltung der französischen Flüchtlinge, für die Sustentation der picmontcsischcn Kirche, für die Pfalzandcrwärtige Glaubensgenossen über die Maßen in Anspruch genommen seien z sie möchten also trachten,der geringen Entlegenheit des Ortes größere Kreise in eine Kirche zusammenzufassen, und von den Glaubetungehörigen eine Zählung nach deren Nationalität veranstalten, wo man sich dann weitere Verfügung v>^behalte, l. (S. u. Thurgau.) It. Die in Schaffhausen projectirtc Untcrstüzung von 24,0(10 Guldendie französischen Flüchtlinge für das Rechnungsjahr 1698/99 wird allseitig zugesagt.
Man sehe auch in dem Abschnitte Herrschaftsangelcgenhciten:
Landgrasschast Thurgau. I. Art. 748. Locales (Rikcnbach).