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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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März 1698,

oder Einholung cincr Weisung beim Hofe verlangt. Der rükkehrcndc Eilbote bringt aber die Antwort, derkaiserliche Gesandte könne ohne vorherige Freilassung Jmthurns in keine Unterhandlungen eintreten, woraufdie Konferenz beschließt, den Gegenstand der am 18. April zusammentretenden Tagsazung vorzulegen;' zwischen stellt sie an den kaiserlichen Gesandten das Gesuch, die Exemtion dcS Arrestes auf die schaffhausilcht»Gefälle im Ncllcnburgischcn einzustellen und das Pfandschaftsvcrhältniß im ututu guo zu erhalten, welchesAnsinnen aber wegen vorgeschüztcr Jncvmpctenz abgelehnt wird. Unter diesen Umstanden wird Schaffhausc»empfohlen, bei allfälligcr Exemtion des Arrestes gegen seine Angehörigen keine Repressalien zu ergreifen, vonsolchen Vorfällen aber die evangelischen Orte in Kcnntniß zu sczcn. I». Eine Abordnung der französische»Flüchtlinge im Gebiete von Bern drükt ihr tiefes Bedauern auö, daß ihre Hoffnungen, in Folge dcS Friedens-schlusses in ihr Vaterland zurükkchrcn und dort ihre Religion ausüben zu können, getäuscht worden seien»damit wird die dringende Bitte verbunden, die evangelischen Orte wollen ihnen ferner ihre Untcrstüzung an-gedeihen lassen, bis sie irgendwo einen bleibenden Aufenthalt finden. Laut vorgelegter Ucbcrsicht steigt duZahl der durch öffentliche Wohlthätigkcit untcrstüztcn Exulanten in Bern und den verschiedenen Gegendendes Waadtlandcs auf 2162. Bern wird von den übrigen Orten ersucht, dem Ausschüsse der Flüchtlingdringend zu empfehlen, daß sie bei nun geschlossenem Frieden sich in evangelischen Ländern um eine bleibendeWohnstättc umsehen, in welcher Voraussicht aber die Untcrstüzung von Mai 1698 bis April 1699 ausgleichem Fuße wie bisher fortgcsezt würde. Gegenüber evangelisch Glaruö und Appcnzcll-Außcrrhodcn,

Biel und Mülhausen wird die Hoffnung ausgesprochen, daß sie sich an diesem Licbeöwcrkc auch fürderlsi»bcthätigcn werden. «. Die Gesandten der Stadt St. Gallen werden angefragt, was sie auf das Schreib»LuccrnS vom 14. März in Betreff dcS Streites zwischen der Stadt und dem Abt zu crwiedcrn haben, woraufsie dm Ursprung und Hergang des Streites nochmals erzählen und die Folgerung daraus ziehen, daß ^Gegenpartei absichtlich Händel gesucht habe; ferner werde die Stadt in dem Fuhr-, Schifffahrtö- und Z»^Wesen durch Neuerungen beeinträchtigt, weswegen sie um Rath und Hilfe bitten. Nach Bclcsung kü»sbezüglichen Schreibens dcö französischen Gesandten an eine gewisse Ehrcnpcrson und in Anbetracht der Gcs»^einer längcrn Verzögerung dieser Angelegenheit wird den st. gallischen Gesandten eröffnet, die Stadt dürsigemäß den lcztcn Abschieden der evangelischen Orte in Aarau und Baden auf der Moderation dcö EingangdcS rorschachischcn Abschieds und in Bezug auf die Entschädigungsfrage wohl beharren; im Ucbrigcnsolle sie zu einem förderlichen Kongreß der unbctheiligten Orte Hand bieten und den Mittclhcrrcn cvaNjst'lischcr Religion ihr Interesse lediglich anvertrauen, jedoch in der Meinung, daß nicht nach Stimmcnmchrh^entschieden, sondern Alles in Güte ausgetragen werde; bei gleichem Anlaß sollen dann auch die oben erwähn»»Neuerungen in Bcrathung genommen, in Richtigkeit gestellt und das VcrsöhnungSwcrk in ein förmliches 2»strumcnt gezogen werden. «I. (Zürich und Bern.) Auf den eingegangenen Bericht, daß die Stadt Ch>»eines- und ihre »ütvcrbündctcn äußern Gemeinden andcrnthcilS in ihrem Streite die Stände Zürich und B^»zu Vermittlern erbeten haben, finden die beidseitigen Gesandtschaften angemessen, daß ihre Obrigkeiten l»"Parteien das bezeugte Vertrauen verdanken und denselben die Wahl der Malstatt und die Bezeichnung ^Vermittler überlassen; sollten sie aber leztere den Ständen anheimstellen wollen, so würden sie solchesnehmen und sich auch über die Zeit des Zusammentrittes verständigen. «. Die vorhabenden Schiit» ^Gunsten der picmontcsischcn Kirche werden eingestellt, bis die Gesandten von Großbritannien und den N»d<»landen über dm diesfalls bei ihnen verlangten Rath Aufschluß crthcilt haben werden, f. Die Stadtbittet um einen Beitrag zur Wiederherstellung ihres durch den Krieg zerrütteten Stadtwcscns und ancrb»