— 253Das Volk wirft zu Paris die Fenster des Ho-tels von Castries ein, den 15. Nov. 1790.Ueber den Zweikampf zwischen Castries und La-meth wollen wir hier nichts weiter sagen. Der Letzterestand damals bei dem Volke in Gunst; und die Partheides Herzogs von Orleans, welche allenthalben im Hin-terhalte lauerte, suchte sich seiner zu bedienen, um eineneue Bewegung hervorzubringen. Aber mit allen ihrenKunstgriffen richtete sie weiter nichts aus, als daß der Pö-bel sich die oben angegebene Beschädigung das Hotels vonCastries erlaubte. 1) Die nähern Umstände dieser klei-nen Ereigniß mußten nicht nach dem Geschmack der Freun-de Orleans seyn; denn mitten unter den Unordnungen wardein Bildniß Ludwig XVI. respektirt. Wir erzählen denganzen, an sich unbedeutenden Auftritt nur aus dem Grun-de, weil man das Volk vermocht hatte, das Eigenthums-recht und die Freistätte eines seiner Mitbürger zu verletzen.Dies hätte auf die Gesetzgeber wirken müßen. Sie über-ließen es der Obrigkeit, fernern Beschädigungen vorzubeu-gen; und diese that es redlich. War das aber hinlänglichBegieng nicht die Nationalversammlung einen sehr bedeu-tenden Fehler, als sie dieser kleinen Volksrache stillschwei-gend ihren Beifall zu geben schien? Wir können es nichtoft genug sagen; wenn man in den ersten Monaten unsrer1) Der Pöbel warf nicht bloß die Fenster ein, sondern zertrümmer-te auch alles, was im Hause war. Wäre Lasayette mir sei-nen Truppen nicht herbeigeeilt, wer weiß, was der rasende Hausenoch mehr gethan hätte?Der Uebers
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten