Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
239
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239Der Marquis hütete sich wohlbedächtig, die Kolonnenselbst zu führen, welche Nancy mit vieler Heftigkeit an-griffen. Von beiden Seiten wird ein lebhaftes Feuer un-terhalten. Bald aber entfernt sich der größte Theil derSoldaten, die den Schweitzern zu Hülfe gekommen waren.Sie kehren still in ihre Quartiere zurück. Da die Schweitzersich oben drein schon verschossen haben, so werden siein Kurzem überwältigt.Vier Regimenter des Heers rücken in die Stadt. DieHusaren zerstreuen sich durch die Gassen; aus den Fensternund Thüren vieler Häuser, in welche die Schweitzer undeinige Soldaten der Besatzung sich verschanzt hatten, regnetes Kugeln auf dieselben. Das Regiment Vigier, wel-ches durch ein anderes Thor in die Stadt dringt, wirdauf die nämliche Weise empfangen. Selbst einige Natio-nalgarden aus der Stadt, oder aus deren Nachbarschaft,nehmen an diesem grausamen Kampfe Antheil. Allenthal-ben wüthet das Musketenfeuer; die Straßen sind mit tod-ten Menschen und Pferden bedeckt; das Pflaster ist mit Blutgefärbt. Der Mangel an Munition macht endlich dem Ge-fecht ein Ende. Jetzt nimmt das siegreiche Heer all dieje-nigen gefangen, welche es findet und wirft sie in die Ker-ker. Der beiderseitige Verlust beträgt zusammen gerechnet,funfzehnhundert Mann. Diese sind zum Theil in den Gas-sen und Häusern, zum Theil auch auf den Feldern und aufder Heerstraße getödtet worden. Denn alles, was die Uni-form der Nationalgarde, oder auch der drei RegimenterSchriftsteller dem Marquis alles Böse nachsagen. Wer ihn unru-ßig, heftig und unbesonnen nennt, der thut ihm kein Unrecht.Der Uebers.