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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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Dcccmber 169t).

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Gründe» dahin begleitet, damit crmclte von obwohlgedachten Unser» G. L. A. E. der Stadt Bern inn-habende Lande und Waadt von Uns in den eidgenössischen Schirm aufgefaßet werde» möchte:

So habe» Wir, denen die eidgenössische Wohlfahrt in unserem gemeinen liedwerthen Vaterlandc jeder-weilcn in guten Treuen angelegen, die zu dero Erhaltung höchst erforderliche Einigkeit und unzertrennteZnsammensezung der lobt. Orte zu beschirmen und mithin wirklich zu bezeugen, mit was frcundcidgenössischcmGemüth Wir die Gelegenheiten dieser unserer allerseits so lieben und so getreuen Eidgenossen iu aller Auf-richtigkeit ansehen, mit der verlangten Willfahr ganz willig entsprechen wollen.

Dessenthalben dann so erklären Wir Uns hiemit wissentlicher Dinge mit und i» Kraft dieses gegcn-lvärtigcn Briefs, daß »vir die gedachten von unseren getreuen lieben alten Eidgenossen der Stadt Bern seitdem Jahr 1564 innhabcndcn wälschcn Lande und Waadt in de» eidgenössischen wirklichen Schnz und Schirmempfangen und aufgenommen haben; dcrgcstalte» gleich wie wir denselben zutrauen, daß sie nach demGpcnipel unserer lieben Vorderen den äußern Potenzen z» feindlichem Verfahren und Angriff keine erheblicheUrsache geben werden, daß wir eben also, wo und wann sie bei gegenwärtigen oder künftigen Zeiten in ofternannten ihren wälschen Landen und Waadt wider Recht und Billigkeit feindlich angegriffen werden sollten,dieselbe gleich andere ihren zuvor gehabten alten und in dem Bund begriffenen Landen und Leuten ohneUnterschied bis an ihre äußersten Grenzen mit wirklicher Hilfe best Unseres Vermögens zur Sicherheit, Schuzund Schirm unseres geliebten Vaterlands der gemeinen Eidgenossenschaft trostlich und als ehrlichen Eidge-nosse« gebührt, iu aufrichtigen Treuen, wollen schüzcn, schirmen und retten helfen in Kraft dieses Briefs,welchen wir mit unserer Stadt Secret Jnstgel bewahrt haben, den 13. Januar 1691/'

Stanlsarchiv Venn Gensbuch v, S. IIS ». 257.

3) 1691, 15. Januar. Bern instruirt seine Gesandtschaft, von Lucern aus und mit Empfehlungendieses Standes auch die vier Orte Uri, Schwhz, Untcrwalden und Zug zu besuchen und ihnen das nämlichebegehren vorzutragen. Die Gesandtschaft wird jedoch an allen Orten mitsehr guter Vertröstung" abge- -^Uigt. Staatsarchiv Bcr»: A. a. O. S. IKS u. INS.

4) 1691, 16. Januar. Sowohl der savoyische Gesandte als der päpstliche Nuntius wenden sich in^»dringlicher Weise an Schwyz, auf das Anwerben von Bern über Aufnahme des Waadtlandes in den"dgenössischen Schuz nicht einzutreten. Der Einschluß der Waadt in den eidgenössischen Bund wäre eine^dlezung des Bündnisses mit Savoycn; wollte man Bern entsprechen, so hätte es den Anschein, daß auch^ kaihvlischcn verbündeten Orte gegen den Herzog, den man mit großer Gewalt zu unterdrükcn suche, con-ft'trirtcn, um seinen Untergang iu der ohnehin trüben Zeitlage zu verwirklichen.

vanveöarchtv Schwyz: Alten Bern.

5) 1691, 12. Februar. Bern verdankt dem Stande Lucern dessen bereitwillige Zusage und erklärt, daß°s des Bisthums Basel halber bei der unlängst in Baden gegebenen Versicherung verbleiben und auf den, ^hfall übrigen Orten in Beschüzung dieses LandestheileS redlich und ehrlich mithalten werde. Die'» dieser Angelegenheit im Mai 1689 nach Baden überschriebene Erklärung habe gewiß keine andere Intentionlb'habt, als bei den gefährlichen Zeitläufcn gegen die äußern kriegführenden Mächte eine wahre aufrichtige

kutralität zu profitircn. Staatsarchiv Bern: A. a. O. S. 18S.

1691, 25. Februar. Der Nuntius verdankt die Erklärung, daß sich Schwyz, unter Versicherung" größten Behutsamkeit und Achtsamkeit, ans de» nachgesuchten Schirm der Waadt, als den Rechten der' ""che und der katholischen Religion allzunachtheilig, nicht einlassen werde. Dagegen empfiehlt der Nuntius^»gelegentlichst die Mitwirkung dazu, daß das Biöthum Basel der Eidgenossenschast einverleibt werde» möchte,leicht auf der nächsten Tagsazung zur Sprache kommen möge. vand-sar-hi» Schwyz: A-t-n V-r».

de» ^ ^Rl, 1. Mai. Der savoyische Gesandte macht Schwyz neuerdings aufmerksam, daß Bern unter^nrwand der obschwebcnden Gefahre» fortfahre, die katholischen Orte zu veranlasse», die Waadt in denm»ossischen Bund einzuschließen und warnt davor, mit den Feinde» des Herzogs anzuknüpfen.

vandeSarchiv Schwyz: Alten Bcru.

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