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Juli u. August 1K90.
1!t7.
Confcrenz aller katholischen Orte und Abt von St. Gallen.
Lucern. lMW, 3l. Jnli u. l. August.
Staatsarchiv Lucer». Mg, A lisch, Bd. I.XXVl, kol. 22v.
Gesandte: Luccrn. Aurelian Zurgilgen, Schultheiß; Johann Rudolph Dürlcr, Ritter, alt-Schulthcff''Rudolph Mohr, Ritter, Statthalter; Karl Christoph Dullikcr, Sckclmcistcr. Uri. Johann Martin Sch»'^'Landammann; Johann Franz Schund, Sckclmcistcr. Schwyz. Jost Rudolph Rcding, Ritter, Landamma""'Jakob Weber, alt-Landammann. Unterwalden. Peter Entz, Landammann, und Johann Wirz,Landammann ob dem Wald; Johann Ludwig Lussi, Landammann »id dem Wald. Zug. Beat Kall'^Zurlaubcn, Ritter, Landshauptmann der Frciämtcr; Karl Hegglin, alt-Ammann. Katholisch Glar»^(Entschuldigt.) Frei bürg. Franz Philipp von Lauten genannt Heid, Schultheiß; Franz Peter Pög^Sckclmcistcr. S o l o t h u r n. Johann Victor Bcsenval, Ritter, Schultheiß; Urs Suri, Stadtvc»»^Appcnz cll - In nerr Hoden. Ulrich Guter, Statthalter. Abt von St. Gallen. Fidel vonRitter, Landhofmeister.
». Da auf den -4. August wegen Annäherung zweier fremder Heere gegen Basel eine auficrordcnt^Tagsazung nach Baden angesczt worden ist, versammeln sich die katholischen Orte, um in Bezug auf ^Handhabung der Neutralität und auf die Erhaltung des Vaterlandes ihre Ansichten auszutauschen undmöglichste Einstimmigkeit gegenüber den evangelischen Orten zu crzwckcn. Das Resultat dieser Vorbcrat) ^geht dahin: Da sich ein kaiserliches Heer der eidgenössischen Grenze nähert und zu besorgen ist, daßdas französische Heer sich aufwärts ziehen werde, so daß die kriegführenden Mächte einen Einfall u> ^Eidgenossenschaft versuchen könnten, so hält man für höchst nöthig, die früher erklärte Neutralität aufrißerhalten und den evangelischen Orten, sofern sie hierin Kaltsinn zeigen sollten, die Nothwcndigkcit cinmüt)')Zusamincnhaltens vorzustellen. Sollten sich diese nicht zur Handhabung und Exccution der dicSfu ^Verabschiedungen vom April und Mai 1689 verstehen, so behalten sich die katholischen Orte wcircrc ^rathung vor. Wenn aber die evangelischen Orte sich den katholischen anschließen, so sind alsdann die ' ^der weitem Ausführung in Anregung zu bringen. Als solche werden vorgeschlagen: Verstärkung derGrenze aufgestellten Mannschaft, Aufbietung dcö dreifachen Auszugs von Bern, Basel und Solothurn, ^mehrung der Spione und Verlegung der Tagsazung an einen der Gefahr nähern Ort. Schwyzhierüber die Entscheidung der LandSgcmcinde vor. Uri, Unterwalden, Zug und Appcnzell-Jnncrrhodc» " ^dieses Gutachten aä rekkrenäum und hoffen noch rechtzeitig auf die badischc Tagsazung ihre Jnstt»^zu erhalten. I». Da von dem in Luccrn anwesenden savoyischen Gesandten wegen des in Baden ^
Aufbruchs von 3666 oder mindestens 2666 Mann keine Eröffnungen gemacht werden, wird in dieses ^nicht eingetreten, indem man gewärtigen will, ob auf der Tagsazung in Baden weitere Mitthcilungwwerden. «. In Betreff des von Bern verlangten eidgenössischen Schuzcö seiner Landschaft Waadt g ^man sich ebenfalls nicht einlassen zu sollen, obschon Frciburg und Solothurn hervorheben, wie w>»)Erhaltung dieser Landschaft für die Eidgenossenschaft sei. Sollte Bern den Gegenstand neuerdings a>