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Juli 1690,
Ritter, Schultheiß; Urs Suri, Vcnncr. Schaff!) au scn, Johann Konrad Ncukomm, Burgermesitcr»Christoph Moßmann, Sekelmeistcr. 'Appenzell, Ulrich Suter, Statthalter, von Jnncrrhodcn; Ko»rKZellwcgcr, Landanunann, von Außcrrhodcn. Abt von St, Gallen, Fidel von Thum, Freiherr, Landholincister. Stadt St. Gallen. Tobias Schobingcr, Sckclincister.
». In Betreff des Münzwescns läßt man die Gold- und Silbersorten einfach in ihrem bisherige»Curs verbleiben. Uri und Schwpz wünschen eine gleichförmige Tarifirung der Philippsthalcr. Zürichmacht auf die große Confusion wegen des RcichögcldcS im deutschen Reich und insbesondere auf die neuenschlechten Rcichöguldcn einiger Fürsten aufmerksam, die bei der Probe thcilwcisc nur einen Werth vonachtzehn Kreuzern herausgestellt haben, so daß die eidgenössischen Handelsleute beinahe nicht mehr in ^Reich handeln können; der lczte dieSfälligc Abschied wird daher kräftigst bestätigt. Luccm beschwert sichdie schlechten ncugcprägtcn Zürcher- und Schwpzcrschillingc. Elfteres crwiedcrt darauf, daß jcwcilcn t»ÜNeujahr zur Bescherung der Kinder eine kleine Zahl geschlagen werde, die man aber, wenn sich bw'»Jemand beschwere, einzuwechseln bereit sei. Schwyz berichtet, es habe das Münzwcscn an einen Part»»larcn verpachtet, der aber unklagbar und in geringer Quantität münzen solle; der Obrigkeit werde Hicr »b0berichtet werde». Im Allgemeinen werden die frühem Abschiede, daß kein Ort zu viel und zum Sch»^'der andern münzen soll, bestätigt. I». Die Ausfertigung dcö Schreibens an den König von Frankreich, ^Transgressioncn betreffend, ist laut dem Bericht von Zürich in Erwartung der Antworten von Solothurn »»bkatholisch GlaruS verzögert worden; elfteres habe zwar erklärt, sich nicht zu söndern, wenn alle anderneinstimmig seien; allein auch Frciburg habe nachträglich geschrieben, daß es sich dem fraglichen Schreibe» »»-
anschließe. Das Schreiben ist dann schließlich im 'Namen der übrigen Orte abcrlassen und vom franzopGesandten am 28. Juni der Empfang desselben bescheinigt worden. Die Orte, in deren Namen 'Schreiben abgegangen ist, äußern ihr Bedauern, daß in einer so wichtigen Sache die vollständigestimmigkcit nicht habe erreicht werden können. Katholisch GlaruS hat keine Instruction, hierauf 6»r"^kommen; Solothurn bezieht sich auf ein Schreiben an Zürich, und Frciburg bemerkt, cS sei nie seine Abb ^gewesen weiter zu gehen, als im Jahr 1668; nun sei aber das lczte Schreiben von dem damalige»verschieden. Ucbcr die Frage, welche Obrigkeit sich das confiScirtc Vermögen malcfizischcraneignen könne, lauten die Ansichten wieder sehr verschieden, wie in den Jahren 1683, 1688 und ''Der Gegenstand wird daher wieder in den Abschied genommen. «I. Am 6. Juli hält der fraW'»^Gesandte seinen Vortrag vor der Session, worin er dcS Königs Wohlwollen versichert, zur Bcobachtu"öNeutralität, zur Bewachung der Pässe und zur Aufrcchthaltung dcö Bundes und ewigen Friedens ">»Dabei legt er zwei Mcmoralien ein. Im erstem wird gesagt, der König habe von geheimen ^»vcrl^nisscn zwischen dein Herzog von Savoycn, cincsthcils mit dem Prinzen von Oranicn, andernthcilSKaiser zum Zweke cincö Einfalls in'S Delphinat Kcnntniß erhalten, wcöhalb er das Dclphinat mit cHeere besczt und dem Commandantcn Eatinat Vollmacht und Befehl crthcilt habe, vom Herzog vondie Stellung einigen Volkes zu diesem Heere und die Ucbcrgabc der Festungen Vcrrüc und TurinBesetzung mit französischen Truppen bis zum Abschluß eines allgemeinen Friedens zu verlangen, AlleSder Versicherung, daß der Papst und die Republik Venedig für sein königliches Wort, betreffend die R0 ^tion der Pläze nach den» Frieden, Garantie leisten. Solches habe der Herzog mit Schreiben vom '-0- v> ^zugesagt und nur begehrt, daß statt der Citadclle zu Turin eine andere angenommen werde, was SachbUnterhandlung mit Eatinat gewesen wäre; allein der Herzog habe später sein gegebenes Wort zurücW -