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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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September 1688.

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twl.

Schiedsverhcmdllmg zwischen dem Stande Bern und der Republik Wallis,tianderstefl, Bex und St. Mauriz. litttti, 27. September ic.

StaatSar<l»I» Ber». WaMSbuch ?, I«.

Schiedsrichter von Bern: Heinrich Eschcr, Bürgermeister von Zürich; Johann Christoph'"Hardt, Obcrstzunftmcistcr, von Basel. Schiedsrichter von Wallis: Anton Schmid, Landammann,ilri; Johann Victor Bescnval, Schultheiß, von Solothurn. Gesandte von Bern: Johann Rudolph»>ner, Wälschsckclmcistcr; Emanucl von Graffcnried, Salzdircctor.

Nachdem verschiedene Confercnzcn zwischen Bern und Wallis die unter diesen bestehenden Streitigkeiten^ NiißhciNgkcitcn verschiedener Art, troz vielfachen Versuchen, zu keiucm Ende zu bringen vermochten, ist" Mittel einer SchicdSvcrhandlung durch erbetene eidgenössische Schiedsrichter gegriffen worden. AlleinH diese,, Schiedsrichtern gelingt cö nach eingenommenem Augenschein und nach Kenntnißnahme von vielen»»d Vorträgen der Parteien nur, einen vorläufigen moäus vivonüi unter den streitigen Ständen inö^ N> bringen. Derselbe umfaßt folgende Punkte: 1. Auf der Gemmi soll Bern, mit Ausnahme vonKriegsstande, seine Schildwachcn, sofern solche nöthig sind, unten am Bcrgcsfußc unfern von" er>teg bei den beiden Brüklcin, deren eincö über die K ander, das andere über daö schwarze Wasserachtelten; Wallis aber hat seine Wachten bei dem Wachthauö auf der sogenannten Daube. 2. Am^ ^»ctsch hat Bern seine Wachten unten bei der sogenannten Burgbruk ob dem Dorfe Gsteig, Wallisdes Berges bei der Wegschcidc von Savicsc und Conthcy, unweit der dortigen steinernen Brükc.

»»d ^ hierdurch keinem der beiden Stände ctwaö an seiner Landcöhcrrlichkcit an beiden Bergen Gemmi. ^""cisch, besonders dem Stande Bern an seinen am Gemmi innehabenden LchcnSgcrcchtigkcitcn irgendoder gcschrhen. Desgleichen sollen jeder Private und jede Gemeinde daö, waö sie an dem einen

diird""^" Berge bisher gcnuzt und besessen haben, ungehindert behalten. 3. Was das Rhoncbett betrifft,«lt^i>ril 1685 zwischcir Lairdvogt Anton Lombach von Aiglc und Johann Anton Courten,^tadt' Monthey im Namen beider Stände getroffene Vergleich in dein Sinne bestätigt, daß die

^»i»d^ ^"uriz mitten durch die Rhoneinsel unten an der von Lavcy erstellten Wuhrc einen Graben von^ zwanzig Fuß Breite und drei Fuß Tiefe mache. Sobald diese Arbeit begonnen wird, hat dieTt Hälfte dieser Wuhrc sammt den dort liegende» Steinen zu entfernen. Wenn die Stadt

"vch , ^hiermit noch nicht getröstet wäre und der Rhonefluß seinen unschädlichen und richtigen Lauf^Winnen sollte, hat die Gemeinde Lavcy die ganze Wuhrc nach Anordnung des Landvogtö vonin»x « " ^^rnc». 4. Mit Ausnahme des Kriegsfalles darf die Stadt St. Mauriz oder der Stand MastisAer>, - bcr Brüke in St. Mauriz nur bis unter ihr dortscitigcS Brükcnthor bei dem Schloß, und

der N !^"unschaft nur bis an das Wachthauö gegen Bcx und in gleicher Entfernung gegen Lavcy hin^riikc ' ^ unnäher». Dieser Vergleich berührt die beiderseitigen Ansprachen an der Souveränität aus deri>> und St. Mauriz ist befugt, die Brüke sammt Thurm und Fuß nach dem dcrmaligcn Stand

^icö nothwcndig wird. 5. Die streitige Land- und WcidgangSgrcnze am Dcnt de

iwychci, MorclcS und Arbignon wird in gerader Linie vom Berg herab gegen den Torrcntscc und