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December 1K87,
». Der Nuntius Cantelmi, welcher zur Förderung des Krieges gegen die Türken vom Papstc saußerordentlicher Gesandter zum König von Polen und auf den dortigen Reichstag bestimmt und abM»"'Willens ist, wird zu der von ihm verlangten Abschicdsaudienz abgeholt und beurlaubt sich in einer zierlich^lateinischen Rede unter Danksagungen an die katholischen Orte. Dabei empfiehlt er ihnen im Namen ^Papstes die von Venedig verlangte Volkswcrbung gegen die Türken und drükt die Hoffnung aus, die La»^strcitigkcit in Glarus und der Anstand mit dem Bischof zu Como werden demnächst zu völliger Erlediggelangen. I». Das Comcrgcschäft läßt man bei der badischcn Verabschiedung bewenden und erwartet ^noch die endliche Erledigung auf dem Sindicat von Lauis. Hieronymus Squadroni, Seerctär ^Republik Venedig und Resident derselben zu Mailand, dermalen durch Crcditiv vom 20. November a»ß^ordentlicher Abgeordneter zu den katholischen Orten, die sich hauptsächlich dieses Geschäftes halber bcsa»»"^stellt in persönlichem Vortrag das Gesuch, cS möchte von den katholischen Orten ein Volksaufbruch vo» ^Regimentern Fußvolk, jedes zu 2 bis 3000 Mann, und zwar das eine sofort und das andere nach ^finden der Republik, gestattet werden, um den siegreichen Kampf gegen den Erbfeind der Christenheitsezcn. Da aber dieser Vortrag nur allgemein gehalten war, wird der Abgeordnete durch einen Aussehtgenauere Angaben über die Bedingungen der Capitulation ersucht. Squadroni übergibt darauf dem 2auf dem Rathhauö einen in ncunundzwanzig Punkten bestehenden Capitulationöcntwurf, der von demschusse und nachher vor gesammtcr Session bcrathcn und mit Anmerkungen begleitet wird. SofernSquadroni sich zu diesen Erläuterungeil und Zusäzen verstehen kann, glaubt die Session, daß hoffentlichdie Nation dabei werde bestehen können. Hierüber werden nun die fcrncrn Erklärungen des Abgcork^verlangt. Des folgenden Tages erklärt sich derselbe mit manchen der gemachten Vorschläge cinversta»^!über andere behält er sich vor, von Venedig Weisung einzuholen. Vorzügliches Gewicht sezcn die ^te 'die von ihnen gewünschten Bestimmungen über die Besoldung, die Musterung und die Rennten.wird dem Abgeordneten nicht verhehlt, daß die Genehmigung der Capitulation durch die hohen Gcwalü»Orte, wenn auch die materiellen Punkte geordnet wären, sonst ihre Schwierigkeiten habe, weil es in ^ungewohnten Dienst gehe. Darauf stellt der Abgeordnete das Begehren, die Capitulation solle mitder noch nicht vereinbarten Punkte den zuständigen Gewalten vorgelegt werden; denn wenn Venedig si^ ^noch zur Annahme der streitigen Punkte nach dem Vorschlag der Orte erklären und erst darübcrhi»Abschlag dcS Aufbruchs erwarten müßte, so würde dies der Republik desto schwerer fallen. Dieses ^wird nicht unbillig befunden und daher die Versammlung der höchsten Gewalten und die Mitchell»»^-,Entschließungen derselben in diesem Werke, das sonderbar vom Papste empfohlen wird, an Luccrn >» ^von längstens drei Wochen zugestanden. «I. (Die mit Spanien verbündeten Orte.) Die auf der »» ^ftosscncn Octobcr in Luccrn gehaltenen Confercnz an den spanischen Gesandten nach Chur abgesäsi^' ,sandtschaft erstattet Bericht, waö sie in Betreff der Reklamation der rükständigen Pensionen und der ^der schon lange in Mailand geführten Beschwerden gcthan habe. Da die Bemühung dieser Gcsa»^bisher noch keinen Erfolg gehabt, so wird ein neues eindringliches Schreiben an den spanischenbeschlossen, mit der Abscndung aber noch einige Zeit zuzuwarten gutbefundcn, indem inzwischen weg"' ^abfolgung der Penston „etwas Ungewisser Trost" verlautet hat; sollte sich dieser crwahren, so ist da»" ^Schreiben nur auf die übrigen Punkte zu beschränken. «. (Alle Orte.) Aus Muri, wo die Sccrct^ ^Zürich und Luccrn zur völligen Expedition des glarncrischcn VcrglcichsinstrumcntS und zur Fertig"'^Transfixe der erläuterten Punkte beisammen sind, geht der Bericht ein, Zürich wolle ain Rande der