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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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Mai IK8K. 169

gewesener dänischer Staatsrath, und eröffnet, nach seiner Ansicht könnte eine große Anzahl französischer undpicmontcsischcr Flüchtlinge in Dänemark und bei den deutschen Fürsten und Ständen angebracht werden. Eswird auch cin Patent dcö Markgrafen von Brandenburg vom l2. März, enthaltend die Zusicherung der Auf-nahme der französischen Flüchtlinge in seinen Staaten, vorgelegt. Dieses großmüthigc Anerbieten wird demMarkgrafen bestens verdankt und gleichzeitig beschlossen, wegen ähnlicher Vergünstigungen für die französischenFlüchtlinge an den Administrator von Würtembcrg ein Dankschreiben zu erlassen. Schließlich einigt manüch, bis auf den 1. Mai (a. K.) cin Vcrzcichniß der für diese Flüchtlinge gehabten Kosten aufzustellen,um dann auf die nächste JahreSrechnung eine richtige Liquidation machen zu können. Dabei ersucht Berndw noch im Rükstand befindlichen Orte um Einlicfcrung ihrcS sechsten TheilS zur Unterhaltung derFlüchtlinge. «>. Wie Bern berichtet, hat sich um den Verfasser eines TractätlcinS, betitelt Um<:onr8^u> stans Ig Lonssil äs venkvs pur un Vöpntv suissv erkundigt und vernommen, daß die Auctorschaftdem Hr Durand, einem flüchtigen Prediger, zugedacht werde, welcher nicht mehr im Lande sei. EsBern nun angerathcn worden, auf die Angabe des Verfassers eine Belohnung von 100 Reichöthalern"uszusezen, damit dadurch augenfällig werde, daß man an dergleichen Schriften kein Gefallen habe.Der Graf von Isenburg und Büdingen bittet die V evangelischen Städte für seinen ncugcborncn SohnW Gevatter. Der Antrag auf eine goldene Schale im Werth von 100 Dublonen, als Pathcngeschenk,'"rd in den Abschied genommen, I. Der Entwurf einer Antwort auf das Schreiben des Kurfürsten vonBrandenburg vom 27. Februar wird zur Genehmigung der Obrigkeiten in den Abschied genommen. Darinwird die Ansicht ausgesprochen, cS möchten die dortscitigen französischen Predigerihre sonderbare IrypotlwKvs^ Kratinnivornnli bei ihnen selbst behalten," indem dadurch die nöthigc Vereinigung der Rcformirtcn undEtherischen verhindert werden könnte, »x. Nach einem Berichte von Glarustcrgivcrsircn" die Katholischen'"""er noch, das VcrglcichSinstrumcnt anzunehmen, und gehen sogar darauf aus, in Sachen, die vor den^weinen Rath gehören, besondere OrtSstimmcn zu geben. ES wird daher auf Ansuchen von evangelischGlarus beschlossen, Lucern dringend anzugehen, die katholischen Glarner zur Annahme des Vergleichs zu er-ahnen, softrn die dort bevorstehende LandSgcmcindc dieses nicht übcrflüßig mache. I». Zürich, Bern, Basel""d Schaffhauscn wiederholen die schriftlichen Erklärungen ihrer Obrigkeiten, wie viel Volk sie zum evan-ü^ischcn Defcnsionalwcsen beitragen wollen. Die Stadt St. Gallen anerbietet 2l>l> Mann, sechs Reiter,Dragoner und cin Fcldstük. Die Erklärungen von GlaruS und Appenzell einzuholen wird Bern übcr-

ü'ssci,.den

Zürich berichtet bei diesem Anlaß, der Schultheiß von Mellingen habe tröstliche Zusicherungen für^ dortigen Paß gemacht, sofern man der Stadt Genf zu Hilfe ziehen müßte. I. Auf nächste Jahrrechnungücgen den französischen Gesandten gerügt werden, daß man in Paris einem Untcrthancn von Zürich aufhal^ geschrieben, er sei aus dem Hotel des Invalides ausgewiesen worden, weil er die Kczcrei nicht"c abschwören wollen. Ii. Auf Ratification der Obrigkeiten werden an den Kirchenbau der französischen"chtlingc in Anspach 200 RcichSthalcr beigesteuert; indessen soll mit der Sendung noch einige Zeit rin-. werden, weil sich die Sachen wegen dcS jüngst erfolgten Todes des dortigen Markgrafen geändertmöchten.

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