— 185diese, der öffentlichen Ruhe höchst nachtheiligen Ausschwei-fungen gewisser Maßen gut geheissen.Am folgenden Sonntage, zwischen fünf und sechs Uhrdes Abends, lustwandeln einige Soldaten in der Allee duCours. Einer von ihnen begegnet einem jungen Menschen,der eine weiße Kokarde am Huth hat und verlangt, daß ersie herab nehme. „Ich bin ein Aristokrat,“ entge-gnet der junge Mensch. Der Soldat geräth in Eifer,reißt ihm die Kokarde herunter und tritt sie mit Füßen.Jener ruft seinen Kammeraden; das Volk bewaffnet sichmit Steinen und schleudert sie auf alle Soldaten, welcheihm in den Wurf kommen. Letztere vereinigen sich undfallen mit dem Säbel über ihre Angreifer her. Das Ge-fecht wird sehr hitzig; man schlägt sich zwei Stunden lang.Von beiden Seiten giebt es viele Verwundete.Endlich unterzeichnen die Munizipalbeamten einen Be-fehl gegen die weiße Kokarde, begeben sich auf den Kampf-platz und bieten all' ihre Kunst auf, einen Auflauf zudämpfen, dem sie mit leichter Mühe hätten zuvor kommenkönnen. Der Maire hält eine Rede; man giebt ihm Bei-fall. Die Nacht bricht herin und jeder geht nach Hause..Am andern Morgen, den 3. Mai, untersuchte die Munizipalität die Streitsache des vorigen Tages, und ließ zudem Ende einige Soldaten von la Croix, die verwundetworden waren, auf Tragsesseln nach dem Gemeindehausebringen. Dieser Anblick regte die Galle des Volks wiederauf. Gegen Abend neue Zusammenrottirungen von Seiten derKompagnien von la Croix. Die Meuterer waren mitSäbeln und Flinten bewaffnet, hielten die Patrioten anund mißhandelten sie. Einige wurden verwundet, und ei-nem Jäger von Gupenne ward der Daumen abgehauen.
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