— 154ment Tauraine, aber jetzt Lastträger und zugleich Sergentin der Kompagnie Marceau, verließ mit vier andern dieseKompagnie, die er seit zwölf Uhr in den Waffen geübthatte, und begab sich, unter dem Vorwand, zu Mittag zuessen, nach der Straße Dauphine, am Ende der Brücke,wo mehr als zweitausend Menschen zu ihm stießen, die al-le mit Flinten, Beilen, Säbeln, Keulen und Pistolen be-wassnet waren. Dieser rüstige Haufe suchte in die Stadtzu dringen, um sich dort mit zehntausend, jetzt müßigenHandwerkern zu vereinigen. Bei dieser verdächtigen Bewe-gung zog sich der Posten von Royal=Comtois Infan-terie, der vor dem Gatterthor der Brücke stand, hinterdasselbe zurück und rief zu wiederholten malen: zu denWaffen! zu den Waffen! Die Meuterer zogen dage-gen zu St. Marceau, einer zur Stadt gehörigen, aber vorden Thoren liegenden Pfarre, die Sturmglocke. Die Ersternschlugen nun den Generalmarsch. Vierhundert Freiwilligetraten mit den Soldaten von Royal=Comtois in Rei-he und Glied; dreihundert Reuter folgten, und alles be-gab sich nach der Brücke. Jean des Boeufs, (Och-senjohann) so genannt wegen seiner außerordentlichen Stär-ke, vermöge welcher er es ganz allein mit sechs rüstigenLeuten aufnehmen konnte, trat hervor zu einer Unterre-dung; man hörte ihn an. Als aber seine Vorschläge ver-worfen wurden, kehrte er zu den Seinen zurück, feuertesie an und führte sie in Schlachtordnung gegen den Mond,oder die Esplanade, bis dicht an das Gatterthor. Hiergab er Befehl, zu feuern. Sechshundert Flinten branntenlos, thaten aber nicht den mindesten Schaden; einem ein-zigen Offizier von Comtois ward der Huth von einer Ku-gel herab gerissen. Jetzt begannen auch die Soldaten und
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