— 152 —sieht sich genöthigt, noch an demselben Tage deshalb ei-nen Befehl ausfertigen zu müßen.Als dies aber des Nachmittags um drei Uhr noch nichtgeschehen ist, versammelt sich eine große Menge Volks undumzingelt den Pallast der Gerechtigkeit. Vergebens wirdbis vier Uhr auf Huez gewartet. Endlich erhebt er sichvon seinem Sessel und tritt heraus. Eine Baumwollenspin-nerin sagte ihm die ersten Grobheiten, und zwar auf derPlateforme, der Hyppodrom genannt. Als er im Begriffist, die große Treppe, der Seitenthüre von St. Stephangegenüber, hinab zu gehn, giebt ihm ein Kerl, mit ge-ballter Faust, einen so heftigen Schlag, daß er von obenbis unten herabstürzt. Huez zerschellt sich im Fallen denKopf. Sogleich sind Männer, Weiber und Kinder mitwildem Geschrei über ihn her. Einige gute Bürger ent-reissen ihnen denselben, heben ihn auf und führen ihn, sogut sie können, bis an das eiserne Gitterthor des Hotel-Dieu. Aber ein wüthender Haufe packt ihn aufs neue undschlägt ihn auch sogleich zu Boden. Ein Weib bemerkt,daß er sich noch regt und sticht ihm die Augen mit einerSchere aus.Die Umstände dieses Volksverbrechens sind abscheulich.Aber man hüte sich wohl, es einzig und allein den Bewoh-nern von Troyes zur Last zu legen. Als der erste Lärmvorüber war, und man die Sache genauer untersuchte, wur-den einige zwanzig fremde und mit Grund verdächtige Men-schen in Verhaft genommen. Ihre Taschen waren trefflichgespickt; einer von ihnen hatte sogar hundert vierzig Louis-dor in Gold in seinem Hosengürtel eingenäht.Doch kann man es nicht leugnen, daß der unglücklicheHuez selbst sein trauriges Ende veranlaßte. Würdigte er
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