Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
142
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142setzt werde. Chatel willigt ein und zwar zu seinem eige-nen Schaden. Vier Pfund Brot werden auf vier Grübergesetzt; verhin kosteten sie acht Stäber. Hierbei schien esbleiben zu wollen. Allein man dürstet nach Blut. DreiSoldaten des Regiments Provence, die Zweifels ohnezum Blutvergießen gedungen waren, stellten sich an dieSpitze der Meuterer. Meuterer waren es, die dies Hand-werk aus Neigung, und nicht wegen erfahrner Bedrückun-gen trieben.Chatel muß aufgeknüpft werden,schrien sie: er muß schlechterdings aufgeknüpftwerden. Es war gerade Mitternacht; das Verbrechenkonnte also um so dreißer und leichter begangen werden.Der tugendhafte Chatel entwischt glücklich aus seinemHause, und verfleckt sich in der Spitze eines Kirchthurmsvon St. Denis. Ein Kind entdeckt ihn; er wird sogleichgemordet; und ein Weib, mit einem breiten Messer be-waffnet, übernimmt es, ihm vollends den Kopf abzuschneiden.Ein Weib und ein Kind! diese beiden Umstände ma-chen die That noch schwärzer und geben ihr einen Charak-ter, vor dem man schaudern muß. 1)1) Chatel war nicht nur von einem durchaus rechtschaffenen Charak-ter, sondern er hatte sich auch, besonders im vorhergehendenäußerst strengen Winter um den ärmeren Theil seiner Mitbür-ger in hohem Grade verdient gemacht. Dies hätte ihn vor jederBeleidigung schützen sollen. Was aber ist in den Augen des Bö-bels noch heilig, wenn ihn einmal der Revolutionsschwindel er-griffen hat!Der Ueberl.