— 133„Ich gieng zum spanischen Gesandten, und da, — ichverhehl'es der Königin nicht, — verdoppelte sich meinSchrecken. Der Gesandte erzählte mir nämlich, daß einsehr angesehner und glaubwürdiger Mann im Vertrauenentdeckt hätte, man habe ihm, sich zu einer geheimen Ver-bindung zu unterzeichnen, vorgeschlagen. So viel ich bat,nie wollte er mir ihn nennen. Ich hab' ihm versprochen,niemand etwas davon zu sagen; allein es wandelt mich da-bei eine Furcht an, die ich sonst niemals gekannt habe.Nicht um meinetwillen zittre ich; aber ich bitte die Königinaufs dringenste, nach ihrer Weisheit alles dasjenigewohl zu überlegen, was aus einem solchen Schritt, wenner f. hischlüge, entstehen könnte.“„Der Plan ist, die Nationalversammlung, mit gewaff-neter Hand aus einander zu treiben; die Konstitution inden Flammen zu begraben; die Rechte des Menschen undsogar die Namen: Vaterland und Bürger, auf immer zuvertilgen.“„Noch ist nichts verloren. Die Königin kann demKönige sein Reich wieder erobern. Die Natur hat siemit allen Mitteln dazu verschwenderisch ausgestattet. DieseMittel können auch allein wirken. Sie ahme ihrer erha-benen Mutter nach; wo nicht — so schweige ich. Ich habedas gute Herz der Königin gesehn. Es weinte den gefal-lenen Schlachtopfern heiße Thränen. In diesem Fallewürde man unnütz vergossene Ströme von Blut zu bejam-mern haben.“„Ich bitte die Königin, mir auf einen Tag dieserWoche eine Audienz zu gewähren,
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