Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
23
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23bald vergaßen sie ihren vorigen Stand; und, was nochschlimmer war: sie schämten sich des ehrbaren und nützli-chen Handwerks, welches sie bisher ernährt hatte, undnahmen statt dessen, auf eine linkische Weise, das Betra-gen, den Luxus und die Unverschämtheit deren an, die soeben, und gerade dafür, waren gezüchtigt worden. Durchihre Aufführung haben sie die Grundsätze der Gleichheit be-einträchtigt, welche befehlen, daß die Stellen des Staatsan alle Kinder der Republik, ohne einen weitern Unter-schied, als den der Verdienste, verliehen werden sollen.Und auf die Art ist die demokratische Verfassung geradedurch die Klasse von Bürgern kompromittirt worden, wel-che ihre stärkste Stütze hätten seyn müßen.Dies alles werden wir entwickeln, indem wir den re-volutionären Tartüffen, groß und klein ohne Unterschied,die Larve abreißen. Nachsichtig gegen Fehler, ohne Scho-nung gegen Laster werden wir nichts übergehen; undunsre Geschichte der Verbrechen wird demjenigen, der dasmenschliche Herz in allen seinen Falten enthüllen will, dieköstlichsten Materialien liefern.Doch müßen wir zum Vortheil des Volkes sagen, daßdie Zahl der Verbrechen sich vermehrt hat, und daß ihrCharakter stets schwärzer geworden ist, je nachdem die per-schiedenen Nationalversammlungen immer mehr ausgeartetsind, immer mehr Schwäche haben blicken lassen. Denn wirdürften es uns nicht verbergen, daß unsere Gesetzgeber immerschlimmer und schlimmer geworden sind. Aus dieser Bemerkungergiebt sich, daß die Gräuel und die Schandthaten, welcheunsere Staatsumwälzung gebrandmarkt haben, die bittereFrucht unserer Gesetzgeber ist. Ihnen müßen alle unsre Lei-den, im tiefsten Grunde, beigemessen werden. Jedem wird