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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
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örtischen Gesandten in große Consternation gebracht nnd selbige sehr allarinirt habe. Gegen zehn Uhr käme» Z»'^Deputirte von der Session mich abzuholen und führten mich in die Versammlung, da man mir obenan nebe» 'Herrn Landshauptinann einen Armsessel gestellt hatte. Der Herr Bischof säße dem Hrn. Landshauptinann »Rechten und dann alle andern Herren Deputirte von den Zehnten auf beiden Seiten den Wänden nach. ^darauf meinen DiScours mit bedcktem Haupt, so gut ich konnte, vermeldete erstens den eidgenössische» Gruß »nachmals das Begehren M. G. HH. und Ober» Rüthen nnd Bürger», unterstüzte dies Begehren mitGründen, welche in meiner Instruction und andern piöeos enthalten waren. Weil nun für diesmale» ich »»' ^Volk anhielte, so gewahrte ich alsbald wunderliche Gesichter, woran ich mich aber nicht gekehrt, sonder»vollendeter Red aufgestanden nnd Abschied genommen, da dann Hr. Landshauptinann mich bis zur Saalthür,crstvcrmelten zwei Herren dann wieder bis zu meinem Logcment begleitet. Weil nun diese Materie die Verla»»"'bis gegen 5 Uhr vccnpirt und nachmals Alles zur Tafel gegangen, konnte ich keine Partieularvisitcs oder »>korw»t>»^thnn bis morndrist, da ich zu dem Hrn. Landshauptinann abermals gegangen, um von ihm zu vernehm»» ^mein Begehren von den Ständen aufgenommen worden sei, und was der Hilf halber zu hoffen habe. ^nun ein verständiger nnd wakcrcr Mann ist, so sagte er mir nnvcrhvlt, daß mein Begehren Vielen sth>gefalle, nicht daß sie zu einem Aufbruch inclinircn, sondern damit sie mit besserem Glimpf die ander» lobl. ^welche ein Gleiches begehrten, sowohl als Bern abweisen können- Ich machte darauf etwelche Instanz, ^Unterscheid zwischen beiden Parteien, so um Volk anhalten, die Data der Bünde, die Jmportanz, daß Ber»Wallis in gcnancrcr Vertraulichkeit mit einander stehen :c. Allein er zeigte mir die diesmalige Unmögü 'sowohl rntiono ihrer Nachbarn als der Gemeinden, welche noch allzeit wegen des ersten Aufbruchs etwassind, also, daß ich den andern Artikel meiner Instruction auf die Bahn brachte, nämlich die Neutralität.unterhielt ich ihn so lange nnd malte ihm die Nothwendigkeit des Stillsizens ihrerseits so kräftig vor, daß er "bald versprach, diesen neuen Antrag nicht »nr zu prvponirc», sondern auch besten seines Vermögens z»"»^^'' .woraufhin ich von ihm Abschied genommen und zu dem Herrn Bischöfen mich verfügt habe. Dieser Herrmich mit der größten Höflichkeit und bezeugte allen guten Willen gegen MGHH. und Obern und offerirte e 'mäßig mein lcztercs Begehren zu svutenircn, als welches dem Stand Wallis in den diesmaligen bedauerliche» 0''^das Allernüzlichste und Angemessenste seie. Er vermeldete mir ferner ganz vertraut allerhand andere Sache»' .ich aber ans Mangel der Zeit nnd damit MGHH. und Obern nicht zu viel bemüht werden, übergehe. Mit»»»ward die Finalsession gehalten nnd ein Schluß über allseitige Begehre» abgefaßt, worauf in paar Stunde»^meisten Deputirte» vereist sind. Den kleinen Orte» und ihren Deputirte» ward vcrdcutet, man könneSeiten Wallis nicht in ihren Krieg mische», wohl aber rathe man ihnen, sich so gut möglich mit beide» ^Ständen Zürich und Bern zu vergleichen, und so der Stand Wallis romonstrnnäo und durch Mittlung »beitragen könne, seien sie erbietig, ihre guten Officia anzuweudcn. Mir ward durch drei ausgeschossene H' ^vermeldet, daß ei» lobl. Stand Wallis nichts anders als eine wahre cid- und bnndsgemäße gute Nachb»» ^verlange, hoffen auch, daß MGHH. nnd Obern in gleichen geneigten Gedanken stehen, deswegen sie bitten,Truppen an den Grenzen abgeführt, alle Päß geöffnet und sicherer Handel und Wandel unter beidseitigen >»thanen wiedergegeben werden. Sonderlich hielten sie sehr stark an, daß das angelegte Werk bei der St. M»'»Brugg wieder geschlissen werde, als welches allzeit ein Stein des Anstvsscö und Mißtrauens sein würde. ^WaS den freiburgischcn Deputirte» für Bescheid worden sei, mag ich so eigentlich nicht wisse»; man h»^ ' ^gesagt, ihnen sei empfindlich verwiesen worden, daß sie die llrsach seien alleS LärmenS in Wallis undnicht also hart darauf gedrungen hätte», so wären die ersten tausend Manu niemals verschikt worden und l» öauch das Land Wallis nicht zu solchen großen und empfindlichen Kosten gekommen; sollen hiemit nur nicht ge^^.'daß man sich dicSmals von Frischem einlassen werde; wohl seien sie parat, mit nnd neben Frciburg, so ^ zam Frieden in der Eidgenossenlchast zu arbeiten. Das ist gewiß, daß sie sehr übel zufrieden verreist sind,sie wohlverdient, indem sie einen schändlichen Rolcn während diesem Krieg gespielt haben und sie amund Anhezcn allerendö, sonderlich hier in Wallis, gar nichts ermangeln lassen und das zwar mit sehr odiöse»gaben und Geschreien." ,

Staatsarchiv Bern: TtMenbur^ücher I). V2U. u. ff. (Ong-)