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845. 1712, 21. Juli. Zürich an seine Gesandten in Aaran. Von einem Waffenstillstand oder einem längern^warten könne keine Rede mehr sein, da die Widerwärtigen selbst zn völliger Ruptur den Anlaß gegeben. Zürichheute einstimmig beschlossen, allerorts offensiv oder defensiiv vorzugehen. Die Gesandten solle» dem französischen^tschaster und den unbetheiligten Orten hievon Kenntnis! geben. Im Weitern schließe sich Zürich der Berncr-^struction, daß Luccrn und Uri das Friedensinstrument auch zu besiegeln und unter ihrer Erklärung, sich der^stcutc» Orte nichts zu beladen, ihre Unterschrift zu sezcn habe», an, da dem Vernehmen nach auch Luccrncr sich"utcr den gegen die Berner augerükten Feinden befinden.
Staatsarchiv Zürich: Geh. Misjivcnbuch I>, 412.
84t',. 1712, 21. Juli. Zürich und Bern mahnen die drei Bünde, ihr in Bereitschaft stehendes Regiment von^ Mann uuvcrwcilt als Hilfscorps gegen Rüti, Kt. Zürich, abmarschircn zu lassen.
Staatsarchiv Bern: Toggenburgbiichcr v. 4K. (Abschrift.!
. ^47. 1712^ 21. Juli. Gcsaudtschaftöbcricht der bcrnischcn Gesandte» aus Aarau. Mit Bezugnahme auf dieAste bei der Siuscrbrüke verlangten die Stände Zürich und Bern von Luccrn zu wissen, wessen sie sich gegenOrt inskünftig zu versehen haben. Die Gesandten von Luccrn antworteten: eben dies sei ihr Elend undKlage, daß ihre Unterthancn sich widerspenstig erzeigen und ihnen den Untergang androhen, ihre» Herren^Lucern), die sie nur Pcrruqucnbubcn namsen, nicht mehr folgen, sondern, wann selbige sie zum Friede» aip-ud vvm Krieg abmahnen, ans sie schießen würden, wozu sie die Ländcrbaucrn schlimmer Weise angeführt haben.
sK der Stand Luccrn in einem compassionöwürdigcn Zustand und sei er diesmal wegen der Rebellion der Bauern^ größere Gefahr als bei dem vorigen Krieg. Sic könne» vor Gottes Angesicht in guten, wahren eidgenössischen">en versichern, daß alle Schreiben von der Obrigkeit her sie erinnerten, den Friede» guovw moüo zu schließen.
Respect sei von den Bauern hintangcsezt, diese halten alle Bote» ans und plündern sie aus, so daß sie, die^ 'Adten, seit fünf Tagen ohne allen Bericht seien.
Staatsarchiv Bern: Toggenburgbiichcr v. Sg.
ein- ZI. Juli. Lucer» an Uri. Die ganze Mannschaft sei im Anzug und auf heute Alles zum Angriff
»»^"sstn, weshalb Uri seine Hilfe beschleunige» soll. Die Abordnung einer Gesandtschaft nach Wallis wird gut»lS ^^^"^ig befunden; Uri soll dieselbe baldigst abgehen lassen; Luccrn könne leider von seinen Ehrenmitteln
meiere Niemimden entnmngeln. Staatsarchiv Luccrn: Acten Toggenburg. (Concept.)
849. i7j2^ 21. Juli, Schottgau. Schultheiß und KricgSräthc von Luccrn au Luccrn. Heute morgen haben^ Schultheiß Schwytzcr und Brigadier Sonncnberg von ihrem Lager in Horben nach Auw zu Brigadier Pfyffcrum über den Angriff zn rathschlagen, doch sei eine Bcrathung unmöglich gewesen, weil es geheißen, auf'd, der zu Muri liege, loszugehen. Daher habe sich das Corps von 30V0 Manu von Horben über diefortbewegt, während die Länder, durch Zllttv Mann unter Brigadier Pfyffcr verstärkt, durch das Reußthal'"bzogcu, Abends 7 Uhr habe das crstcrc Corps die Hochwacht bei Bcttwyl erreicht.
Staatsarchiv Lucern: Acten Toggenburg. (Orig.)
der Juli. Die schwyzcrischen KricgSräthc in Wollcrau berichten an Schwyz, daß sie morgen in
biiw ^ dm Feind angreife» werden; die Roth an Geld dränge, .gegen Zug Öffnung zu mache» und die Ver-'ä herzustellen. LanbeSarchiv Schwyz: Acten Toggenburg. (Orig.)
Zl. Jnli. Sins. Landammaun Schorno berichtet den Kriegöräthen in de» Höfen, daß die dreih<»k ^'^^ös den Feind ans dem Kirchhof, den Häusern, Scheunen, Hckcn und von der Brüke zu Sins nachH>uu" ^dcrstand abgetrieben und in die Flucht gejagt haben. Der Bericht wird sofort in Original a» denAeschikt und auch Uri mitgctheilt. LanbeSarchiv Schwyz: Acte» Toggenburg. (Copie u. Rathsmanual.!
8i»z. 21. Juli. Uri berichtet an Schwyz, daß seine Truppen noch diesen Abend anmarschiren werden.
Landesarchiv Schwyz: Acten Toggenburg. (Orig.)