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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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84V. 1712, 2V. Juli. Die schwyzerischen Kricgsräthc in Dictwyl an Schwyz. Gestern AbendsTruppen über die Gislikcrbrükc biö nach Dictwyl vorgerükt; der Paß sei von den Luccrncrbauern mitauch mit Conscns der Herren von Luccrn, gestattet worden. Erstcre versichern, mit 10,000 Mann trostlichund wenn die Herren nicht wollten, uöthigenfallS unter den Freifahuen zu treten. Heute morgen habe man eBauer» nach Root und Gislikerbrüke geschikt, um de» Zuzug zu veranlassen, auch einen Officier z» Oi'g'Pfyffer nach Root, da derselbe erklärt hätte, mitzumarschiren.

Landesarchiv Schwyz: Acten Toggcndnrg. iAbschrNtt

Ebendaselbst verschiedene Zuschriften der schwyzerischcn Truppen in den Freiämtcrn und Hofen, daß sievon Geld entblöst seien, weshalb der Nuntius nochmals mit aller Dringlichkeit um Erfüllung seines gege"Wortes, Geld herzugeben, sobald die Neuß überschritten sei, ersucht werden solle.

84k. 1712, 2V. Juli. Über den Zusammenstoß der Bcrncr mit den Truppen der katholischen Orte a>^.Sinserbrüke s. auch den Bericht des Oberst von Mitlitten v. 2V. Juli und vcr bernischcn Generalität v. 2l>

Staatsarchiv Bern: Toggcndurgbiichcr v. ab. N>-

Ferner über die Demoralisation der bernischen Armee: A. a. O. x. 234.

842. 1712, 21. Juli. Kriegsanordnuugcu von Zürich und Bern.

1. Morgens 1 Uhr. General Frisching meldet aus Muri dem zürcherischen Commando in Maschwande»gestrigen Zusammenstoß bei der Sinserbrüke, und verlangt einen sofortigen Einfall in das Zugergcbiet.

2. Vormittags. Commandant und ÄriegSräthe in Maschwanden berichten an Zürich, die bcrnischc ^zeige durch einen Officier a», die ganze Armee von Lucer», gegen 8000 Mann, sei gegen die Bcrncr angernktstehe ihr im Angesicht; daher solle Zürich unverwcilt einen SuccurS von 2000 Mann abmarschircn

seien nun alsobald vier Bataillone und zwei Compagnic» nach Bremgarten beordert. Die Bcrncr haben ihr 'in Muri verbrannt und sich gegen Vilmcrge» und Wohle» zurükgezogcn. Zürich soll alle verfügbare Ma»>wbereit halten. In Unterlunkhofen haben die zürcherischen Soldaten aus Muthwillen mehrerer Häuser angeste ^

3. Zürich befiehlt seinen Truppencorpö in Maschwanden, WädcnSwcil und Nüti, dem Feinde wo und wie >Abbruch zu thun, und unter einander gute Verbindung zu halte». Wenn der Feind sich von der bernischcnwieder entfernt haben werde, solle das Hilfscorps aus Bremgarten zurükgczogen werden.

4. Die zürcherischen Gesandten in Aarau berichten dem Commando i» Maschwandcn, daß die Generale 'Armeen unverwcilt zusammentreten und gemeinsame Rathschläge fassen, um einen entscheidenden Streich ausznG

Staatsarchiv Ziirich: Acten Toggcndnrg.

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843. 1712, 21. Juli. Die zürcherischen Gesandten in Aarau an Zürich. Seit der gestrigen Actio»haben die Gesandten Berns ihre Gedanke» geändert und habe man sich heute gleichmäßigerer Erlasse au die Generaverständigt. Von der abermals angeregten Verlegung der Malstätte nach Luecrn oder der Verschiebung derkönne begreiflich keine Rede mehr sein. Laut Bericht des französischen Gesandten sei die Baucrnsame »>schwierig, habe zum Theil ihre Officiere weggejagt und ein Panner der Freiheit aufgerichtet, was ihn zurvcranlaßte, ob den luccrnischen Gesandten nicht die Rükreise empfohlen werde» sollte, um den Aufruhr zuDarauf habe man erwiedert, Lncern habe so viele hochverständigc Herren, daß die Abreise nicht nöthigLucern mit seinen Bauern nicht zurccht kommen könne, würden Zürich und Bern auf Ansuchen ihm die H> ^ ^bieten. Darauf habe der Ambassador gesagt, wenn Niemand nach Lucern gehe, nüze auch er da »immöge man also den Gewalt brauchen, doch wisse noch Niemand, wie der Austrag sein werde.

Staatsarchiv Ziirich: Acten Toggenburg. Friedensverhandlung. <e?rig->

844. 1712, 2l. Juli. Bürgermeister, Schultheiß, kleine und große Näthc von Zürich und BernSchaffhausen zu thätlichcm Zuzug, die übrigen evangelische» Orte aber zur Bcrcithaltung ihrer HilfstruM"'^die drei renitenten Orte, welche thatsächlich den Bruch bereits gethan, mit Gewalt der Waffen zur Ratio'Billigkeit zu bringen. Staatsarchiv Ziirich: Geh. Wissivenlmch ?' "v'