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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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ll. L. Iluttollu».

Staatsarchiv Luccrn. (Orig.)

Ii» Landeöarchiv Schwhz, Acte» Poggenburg, liegt auch die deutsche Überseznug eincS gleichzeitige» päpst^Brevcs an die Orte Uri, Schtvhz, Unterwaldcn und Zug.

864. 1712, IL. Juli. Zürich au seiue Gesandte» iu 'Aarau. Bezüglich der 'Amnestie erhalte» diefreie Haud. dem Begehre» der katholische» Orte entgegenzukommen, immerhin aber in der Meinung, daß es >"gemeinen Herrschaften bei dv« Parität der Obcrbcamten unabänderlich verbleibe, und speciell im iZ HurgauSargans der Landammann und im Rhcinthal der Landschreiber evangelisch seien, damit bei GewährungGeneraiamncstie nicht etwa gesagt werden könnte, Landschrciber Schindler und Untervogt Schnorf, welch l'>" ^sich besonders strafbar aufgeführt, seien dadurch in ihren Bedienungen wieder bestätigt worden. Da im ^ 'j,die Zeit kostbar und die Antworten von Luccrn und Uri die Sorge mehr und mehr crweken, als beabsichtig'" ,katholischen Orte weitere Aufzüge, so solle der Friedensabschluß befördert und unerhältlichenfaUs mit Ber» stdie Fortseznng des Kriegs gegen die renitenten Orte verabredet werden.

Staatsarchiv Zürich - Gchcim. Mislivcnbuch i>. N'b.

86'». 1712, 16. Juli. Luccrn berichtet dem Truppcncommando in Münster, in Folge des Vorrükc»^ ^Bcrncr gegen die Sinscrbrükc sei gestern im Zugcrgebiet der Sturm ergangen und dadurch ziemliche Sch»»'"^^bei den Truppen in Rovt, iin ganzen Haböburgeramt und dortigen Gegenden crwekt tvvrden, indem »>a» ''den Krieg wolle, andernfalls die Stadt stark bedroht sei. Um das Unwesen zu beruhigen, habe Lncern D'M"abgeschikt. Staatsarchiv Luceru: Acten Togueuburjt. (Uvnccptl

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Ebendaselbst verschiedene gleichzeitige Berichte von Pfarrhcrren und Officicrc» über die Gährung »»'luccrnischcn Untcrthanen.

866. 1712, 16. Juli. Gardehanptmann Johann Konrad Pfyffcr von Altishofen in Rom an Lucer»>

Ml

daß ^

Papst habe die Gardeofficiere den 14. Juli zu sich berufen und mit großer 'Alteration ihnen vorgeworfen, 'katholischen Stände sich nicht einmal die Mühe genommen, die lezten Breve» ihm und dem Cardinal -Prst'^

verdanken, oder sie des elenden Zustandes der dcrmaligen katholischen Eidgenossenschaft schriftlich zu berichte"^

auch

um väterliche Hilfe anzuhalten, da der Papst doch nach Kräften bcizuspringcn gesinnt sei, schon fürKorn angewiesen und seinen Gesandte» 15,MV Scudi an Geld zu übermachcn befohlen, ja »achgehcuds au ^gewillt wäre, 2»,MV Scudi zu sende», sofern ein rechter Eifer zur Bekämpfung der Feinde vcrspürbar Mdcm aber habe es bishin gefehlt, sagte der Papst mit großem Unwillen, weshalb der Nuntius Befehl e>durch alle mögliche» Mittel das Volk zur Verthcidigung der Kirche und der Religion zu ermuthigcn. Derfalle sonderbar auf Lucern, das nicht kriegen wolle, sondern auf jede Weise den Frieden suche. Zur Entsch»habe der Gardchauptinann angeführt, daß die Last des Kriegs bishin meistens ans Luccrn gelegen sei.habe lezten Montag im Consistorium die Kardinäle ermahnt, in solchen Gefahre» der Religio» mit einemGeldznschuß beizuspringen und dazu Jedermann eine» vollkommenen 'Ablaß verliehen, der »ach Beichte und Es»»innert der lezten drei Tage gefastet und die Basilica Maria Maggiorc besucht habe. Ebenso habe die g»»^auf des Papstes Einladung heute eine Proccfsion von der Kirche der Apostel nach der genannten Basil>e»nomine» und des 'Nachmittags habe sich der Papst selbst dahin begeben, um seine Andacht zu verrichte»«

Staatsarchiv Luccrn - Acic» Toggenburg.