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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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KW. 1712, 8. Juni. Zürich und Bern an den Herzog von Württemberg, Vcrdankung der besten Intentionfür das Interesse beider Städte und Versicherung, daß diese gegen den schwäbischen Kreis jederzeit gute Nachbarschaft^ erhalten sich befleißen werden, wie sie auch im eigenen Lande nichts suche», als einen wahre» und beständige»mieden zu errichte»,

Staatsarchiv Zürich: Geheim. Missivcnbuch i>. 296.

Kt>9. j7l2, 8, Jnni, Preßburg, I'. Bender an Baron Fidel von Thür» (in Lindau.) Die kaiserlichen Ministermeii wider beide Stänve Zürich und Bern ebenso sehr ereifert, als gegen St, Gallen voll Mitleid; dennoch sehen sie^ stziger Lage, besonders bei Beginn der Campagne, kein Mittel, der Gewalt beider Stände Einhalt zu thu»,^ Kaiser habe die Angelegenheit an den Rcichsconvcnt und an das ganze Reich bringe» lassen und gewärtigedorther daö Gutachten, Der Konig von Preußen habe auf das Rescript bereits geantwortet! er sei zwar HerrNcuenburg, könne aber die dortigen, mit Bern vcrburgerten Ilnterthancn nicht zurükhalten, ohne sich selbst^ z» stellen, er wolle aber inzwischen des Kaisers gerechteste Intention gern secundircn,

StiftLarchiv St. Gallen: Copialband? 1687.

K79. 1712, l>, Juni, Schultheiß, kleine und große Räthe von Bern an Zürich, Bern wolle nicht untcr-Men, ob die zürcherische» Gründe für die so schleunige Demolirung aller Festungswerke in Baden erheblich seiennicht, könne sich aber nicht enthalte», die Weise und Manier, wie diesfalls gegen Bern verfahre» worden, sehrbedauern, besonders wenn es bedenke, daß in dem obschwcbcnde» Krieg Anderes mehr vorgekommen und BernMi »,it gemeinsamem Rath Alles getreulich erstattet habe. In der Erwartung, daß künftig zu solchen Bcschwer-chkcitcu kein Anlaß mehr geboten werde, zur Beibehaltung der guten Harmonie und zur Benehmung aller unguten^ "'brüke hei den Widerwärtige» auf der Tagsaznng schike sich Bern annoch für dies Mal in die Zeit, und habeKommandant in Baden befohlen, die Schleifung aller Fortificationcn ohne Verzug vorzunehmen,

Staatsarchiv Zürich- Acten TvMvlmrg, <Orig,> — Staatsarchiv Bern: Toggcnburglnich v, 7V2,

y K7I. 1712, Juni, Über die Spoliation des Klosters St, Gallen, bczw, der dortigen Bibliothek u, s, w, s,e» Poggenburg im Staatsarchiv Zürich u, Toggenburgbuch E. im Staatsarchiv Bern,

^ K7Z. 1712, 9, Juni, Aarau, Die Gesandten von Zürich und Bern geben Bürgermeister Burekhardt für die^ücrführung der Unterhandlungen mit den V Orten folgende Jnstruetionen: Er eröffnet folgende unmaßgebliche^densvorschlägc eines Patrioten: l. Weil die beiden Vororte Stadt und Grafschaft Baden mit Kriegsmachtsolle» diese furo bolli in Bezug auf die V Orte ihnen hiemit zugeeignet verbleiben, doch so, daß die^ oolischx,, daselbst ihre freie Religionsübnng behalten, 2, Thurgau und Rheinthal werden aus Güte wieder

^betrete», ^doch so, daß vorläufig und von nun an allen alten und neue» Mißbräuchcn »nd Beschwerden, über^seit l schon öfter geklagt worden, abgeholfen werde; ferner daß in Bezug auf die Parität der Religion undei» ^Kierung in den genannten gemeinen Herrschaften und in SarganS AlleS recht und billig eingerichtet »nd^ ^"bfticden, der eine beständige Ruhe sichere, eingeführt werde, ll. Der Toggcnbnrger leibliche und geistliche Frci-

sollen auf dem bekannte» Fuß »nd wie solche seit l7t>7 genossen worden, gesichert, bestätigt und von beiden""üii vergleichende Weise gchandhabt werden, oder aber, eS solle dieses Land dem Abt um billigen Preis

^auft 4, ES müssen die KriegSkostcn bezahlt »verde».

Staatsarchiv Bcrn: Tvggcnlmrglmch 0, 5K, <Bcr»cr GrsandschaftSbcrichtc,)

x. . I7l2, 9. Juni, Zürich beauftragt seine Gesandten in Aarau, de» bcrnischcn Abgeordneten über deren

h> sermuthlich nur von ihnen persönlich ausgehende Ahndungcn wegen der Schleifung der Befestigungen

adc» vorzustellen, daß der Beschluß von Zürich durch die Repräsentanten Berus durchaus gebilligt worden^»d Zürich fern davon sei, damit irgend welche Sönderung oder Jalousie z» erweken.

Staatsarchiv Zürich: GchcimcS Missivenbuch x, 2SS,

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