252K
Der Erfolg dieses Schreibens war die abermalige Mahnung an Zürich »nd Bern vom 2l. Juni, eine BK-stellung an den Cardinal von Lamberg in Regensburg vom 24. Juni, betreffend sofortige Abgabe des Reichsgutachtens auf das Cvmmissionsdccret vom 3l). Mai, und endlich die Verlegung einiger tausend Mann Truppsgegen Constanz und die Waldstädte. Bericht des Agenten ?. Blasius Bender an Baron von Thür» vom 22. Juni l7l^
N. i>. O.
(»kl'». 1712, I. Juni. Unterredung des französischen Botschafters mit den Gesandten von Zürich und MEim Capucinerkloster in Ölten. Der französische Botschafter fände für gut, wenn man eine» Drittmann hätte, ^sowohl mit der einen als andern Partei nur das redete, was zum Frieden diene. Zu dem Ende anerbiete er stE'Dienste als ein beiderseits guter Freund. Dabei solle man aber nur nicht glauben, daß die katholischen Orte ^Sclaven beider Orte werden wollen; es würde dies lcztern keinen Ruzcn, wohl aber viele Gefahren bringen,man wirklich den Frieden, so sei erforderlich, daß man einander selbst die Gründe eröffne; man solle daher ei'wgemeinsame Malstätte vereinbaren. Aarau sei hiczu geeignet, dem Vernehmen nach wolle man aber nicht dalMgehen, man habe denn vorher der Kostenfrage halber Satisfaction gegeben. Der Botschafter hoffe, man werde s>^eines Bessern besinnen; wolle man ihm aber das Gehör versagen, so werde er darüber an beide Stände und Eden König seine Anschauungen berichten. Die Gesandten verdanken diese Sorgfalt und bedeuten, auch selberfinden, wenn man an einem gemeinsamen Orte zusammenkomme, werde »och wohl so viel Hoffnung auf eEEinigung übrig sein. Was von den Kosten geredet worden, habe nicht die Meinung gehabt, daß solche ^eonäitio «inv guu »an des Zusammentritts in Aarau verstanden werden sollen, sondern sie seien als GegensaZ i"dem WaffenstillstandSbcgehren gesezt worden. Inzwischen aber seien beide Stände nicht gesinnt, unbillige Progres^zu thun, sondern das Toggenburgergcschäft und die Sachen auszumachen; man werde aber auch hvchvernünstig ^selbst ermessen, daß sich der Sieger nicht mit leeren Händen abspeisen lasse.
Bericht der bernischen Gesandten v. 5. Juni Staatsarchiv Bern: Toggcnburgbnch (?. 4«. (Orig.)
Bericht der zürcherischen Gesandten v. 5. Jnnt im Staatsarchiv Zürich: Acten Toggenburg. (Orig.)
K57. 4712, 5. Juni. Der Kriegsrath von Schwyz in Pfäffikon an die Kriegsräthe der IV Orte inDa Zürich laut zuverläßlichen Berichte» mit starker Mannschaft sowohl auf Rapperswyl als gegen die schwyzerisch^Grenzen anmarschire und ein Angriff auf Rapperswyl unzweifelhaft sei, ruft Schwyz kraft der Bünde allenamentlich aber die, welche an Rapperswyl Theil haben, zu eilfertigem Zuzug an. Werde nicht entsprochen n»so aus Mangel an Streitkräften ein Posten nach dem andern verloren gehen, so prvtestirc Schwyz wider 2ll^'was daraus erfolgen möge, und lehne alle Schuld von sich ab. Da die Truppen von Uri und UnterwaldeN ^Rapperswyl störisch seien und ihren Officiercn den Gehorsam nicht leisten wollen, müsse auch hierin nothwc»d"lAbhilfe geschaffen werden.
Landesarchiv Schwyz: Acten Toggcnburg. (vonccpt.)
<»5,54. 1742, 5. Juni. Oberst Heinrich Rudolph Reding in Schwyz, gewesener LandShauptmann der Grafhh'^Bade», erstattet Schwyz eine» ausführlichen schriftliche» Bericht über die Einschließung, Belagerung und Capitula^"der Stadt Baden.
Landesarchiv Schwyz: Acten Toggenburg. (Orig.)
1712, ti. Juni. Zürich befiehlt seinen Kriegöräthen in Bade», mit der Schleifung der FortisicalE'^schleunigst fortzufahren und allen Abbitten nicht das geringste Gehör zu geben; damit es geschwinder hergehe,auch die eigene» Truppen verwendet werden. Ferner solle der zürcherische Antheil an Stüken und Mu>» "(Zürich fielen 33 Geschütze verschiedener Größe zu) von Bade» alsoglcich nach Zürich abgeführt »nd auch nichtMindeste in Baden belassen werden, ohne Rüksicht auf die Gesandtschaften und die Feiertage.
Staatsarchiv Zürich: Acten Toggenburg. (Orig.)
<»<»<>. 1712, li. Juni. Lucern an seine Gesandten in Olren. Lucern wiederholt, daß es an der ZeitKrieg zu beendigen und absonderlich und auf alle Weise auf unser» Stand zu schauen. Es sei nicht wsh ^beschreiben, wie in Schwyz Alles in immer größere Confuston gerathc; auch im Baarerboden habe» sich die Trup