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6,2,b (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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3.

^chmntractnt des Abtes und Couveuts von St. Galleu mit Kaiser Leopold I.

Wie». 1702, 21t. Juli.

Ttistsarchi» Dt. Kalle».

^ Wir Leopold von Gotteö Gnaden Erwählter Römischer Kaiser, zu alle» Zeiten Mchrer dcö Reichs inHrnrgarn, Böhcimb, Dalmatien, Kroatien und Sclavonicn w. König, Erzherzog zn Österreich,zu Brabant, zu Stcyr, zn Kärnten, zu Crain, zu Luzcnburg, zu Würtcml'crg, Obcr-Nicdcr-Schlcsic,^ Fürst zu Schwaben, Markgraf des H. R. Reichs zu Burgau, zu Mähren, Ober- und^'Uiöniz, gcfürster Graf zu Habsburg, zu Tyrvl, zu Pfird, zu Kyburg und zu Görz, Landgraf imi^,' H^r auf der Windisch Mark, zu Pottenau und Salinö :c. Bck

Betrachtung gezogen, welcher gestalten die fürstliche Stift zu St. Gallen bereit vor übcrdcnklichenSäculiö hero als ein Reichölchen in unser und unser Kays. Vorfahren rein glor-, 'gkn Angedenkens und des heil. Römischen Reichs wirklichem Schuz und Schirm begriffen und in solchem

Ungleiche» daösclbigc sich zl> jeder Oceasion und Gelegenheit für unscrö löblichen ErzhauscS Österreich^nterrcssc ganz devot getreu und aufrichtig erwiesen und angestellt hat, insonderheit aber, daßnnd v.-o. Land an dem Bodenscc mit einem Spatio von vielen Stunden an gedachtes Stiftö Land... angrenzend ist und dessentwegen sonderbar Unsere beide Städte und Festungen Cvnstanz und Brcgcnz,Erhaltung uns und dem Römische» Reich, wie nicht weniger angrenzender Eidgenossenschaft merklichR», auf all' bedürftigen Fall von dorthin am besten mit Hilf unv Volk versehen werden könnten; daß^ ^ Wir Leopold Römischer Kaiser als regierender Erz- und Landsfürst unserer österreichischen Landen,^ ^dcgariuö Abt, Dccan und Convcnt crholtcr Stift und Gotteshaus St. Gallen für Unö undzu^^chkommcn befunden, erachtet und darvor gehalten, daß eine nähere Einigung und Verständnis; UnsU»d ^heilen wohl anstehen und nuzlich erscheinen würde, dahcrv Wir mit gutem Wissen, Vorbctrachtung»»d gehaltenem Rath für UnS und unsere ewige Nachkommen, Uns mit einander geeinigt, geschlossen

^rbunbcn haben in Weis und Blaß, als hernach folgt, dem ist also:des > ^"a»ntlichcn und des Ersten bleiben das Stift und GottcShauö St. Gallen in angeregtem Kais, und^ bleu Römischen Reichs Schuz und Schirm, wie selbige hicbcvor gewesen und von Altem herkommen ist.ge> ' <bmr Andern bleibt gleicher Gestalten die zwischen dem hochloblichcn ErzHaus von Österreich und^"chtl^ ^^M^Achaft hicbevor anfgcrichtc Erbvereinigung in ihrem Stand und Wesen ohne Abbruch und

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^ ^ aller derjenigen, die bei dersclbigcn Theil und Gemein haben.

^ Wir Kaiser Leopold und Leodcgariuö Abt, Dccan und E , ^

^'>ge betrachtet, daß die mit Herzog Sigmund von Österreich in unno 1-174 und 77 errichtete

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deutlich und klar ausweist, daß je ein Theil dem andern in seinen Nöthen und Anliege» mitläsi ^ tätlicher Hilfe Zuzug und Beistand leisten und erstatten solle; solche Vereinigung auch Anno^hin '^agcr Maximiliano für sich und seinen Enkel Erzherzog Karl zu Österreich nochmals und i» spocis^bfiruürt worden, als wann solche von Wort zu Wort dem Trattat von gcmcltcm Jahr einverleibt