1824
abwcndung alles unheils, welches durch einiche Konnivenz sowohl auf unsere als fürnemlich die diesimahl in zinnnlichergcfahr begriffene kirchen Genf mit hinfließender zeit gezogen werden möchte, in schrifft verfasset werden solte ein außtru eliche auß Gottes wort widerhollete special einhellige forme! und darin wider die abhanden schwebende deh alsoAmiraldismi wie auch anderer dergleichen irthume, derenthalben unsere kirchen einiche gesahr haben möchten, heiter,und grundtlich die bishar bei und unter unß auß Gottes H. wort gelehrte Wahrheit erklärt und bcvestnet und hingeg^die darwider lauffende frömbde lehren, jedoch ohne einiche Verdammung derjenigen Evangelische^lehren, sonderbar in Frankreich, welche hierin der andern Meinung beigethan s>"und welche wir in dem übrigen für treue Mitbrüder in Christo und mitgenossen Gottes auch in Hohen ehren haltend, »»gebührender bescheidenheit abgelähnet werdind.
Hierauf nun ist schrifftlich in Lateinischer sprach aufgesetzt und von vorgemeldten Evangelischen kirchen der vier
loblichen
Stätten einmüthig bestätigt worden die jenige Einbelige Formel, welche wir auch in die deutsche Sprache übersetzen la^und hiermit E. E. Wht. in aller demuth und underthänigkeit übergebend zu dem cnd, damit Sie als gctreuwe pfläger ^Saugamme der kirchen selbige mit ihrem Hochobrigkeitlichen ansehen bekrefftigen und damit verschaffen wollend, n ^inskönfftig nebend unsere Eidgenössische Glaubensbekentnuß gesetzt und derselbigcn in allen stucken gleich gehalten werde, ^das um so vil desto mehr, weil Sy nach göttlichem wort derselben durchauß gleichförmig ist und die göttliche wahrbeck^den streitigen lehrpunctcn nur um etwas deutlicher und eigentlicher außtrukt und hierdurch den widersprechenden dieflucht, welche sy in den gemeinen und general reden suchend, benemmen thut, und danahen als ein bequemes sopimouoder Zaun und Vormauer für unsere liebe Eidgenössische kirche, die frömbden lehren abzuhalten, billich geschätzt und .braucht werden mag. Der Inhalt dißer Formel ist summarisch begriffen in nachfolgenden Lehrsätzen, Alß da gclchret w> ^
I. Daß der Hebräische Grundtext des A. T. von Gott selbsten eingegcistet und hiemit in allen, auch gering ^püncteln für gültig und authentisch gehalten werden müße, zuwider denjenigen, welche dargebend, es scyge selbiger ^authentisch, sondern von den Juden und anderen vilfaltig verfälscht worden. Hievon wird gehandlet in dem 1-, ^'
Lehrsatz- . ^ ^ns-be»
II. Daß Gott der Herr von Ewigkeit hero keinen allgemeinen vorsah gehabt, sich in der zeit aller und jeder m ^zu erbarmen, auch allen und jeden menschen den Herren Christum zu einem mittler zu verordnen, sonder allein etlicher a^dem in die sünd gefahlenen geschlächt sich zu erbarmen, dieselbe allein zu erwehlen und ihnen als schon erwehltcnHerren Christum zu einem Mittler zu verordnen. Hiervon wird gehandlct in dem 4., 5. und 6. Lehrsatz.
III. Daß unserem ersten Vatter Adam in währender Unschuld derjenige bundt der werken, welchen Gott dermit ihme gemacht, nit allein ein zwahren ewige, jedoch nur irdische, sondern ein ewige Himmelische glückseligkeit zugehabe. Hiervon handlet der 7., 8. und 9. Lehrsatz. ,
IV. Daß diejenige sünd, welche unser erste Vatter Adam begangen, allen und jeden menschen, welche da naturweiß von ihm entsprossen, unmittelbar zugerechnet werde. Darvon lautet der 19., 11. und IL. Lehrsatz.
V. Daß der Christus sein theures blut dahin gegeben und gestorben seyge nit für alle und jede, auch diesonder allein für die außerwelten menschen, und daß auch zu derjenigen gerechtigkeit Christi, welche unß durchzugerechnet wird, gehöre nit allein sein leiden und sterben, sonder auch die ganze gehorsamme und gerechtigkeit seineswormit er dem gesetz Gottes ein folkommes genüge geleistet. Hiervon handlet der 13., 14., 15. und 16.
VI. Daß der äußerliche Gnadenbcruf Gottes nit seyge zu allen und jeden Zeiten unbedingt allgemein und durchs ^sondern nach Gottes heiligem wollgefallen zu allen zeiten gewesen seyge, derjenigen Völker und menschen, welche
Herr zu seinem gnadenbund äußerlich nit berüfft, und daß nichts desto weniger dieser äußerliche alßo erklärte beruftHeilig, treülich und ernstlich gemeint feige. Hiervon meldet 17., 13., 19. und 29 Lehrsatz. ^
VII. Daß diejenige Unmöglichkeit, dem gesatz Gottes zu gehorsamen, welche sich Hey dem unwidergcbohrenennit nur ein bloße sittliche, sonder ein natürliche Unmöglichkeit seyge, und auch nit ein jeder, der da nur will, glaube»Hiervon lautet der 21. und 22. Lehrsatz. .^hte
VIII. Daß die heiligen Vätter des A. T. sälig worden seigind durch den glauben an Christum und die H»
Heilige Dreifaltigkeit, und in der H. Schrift mehr weg oder mittel vor Gott gerecht zu werden nicht alß zwcen,