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ihnen vil zuo spatt werden; dan der H. 8uppnor soäben in der Stund von Luozern khumpt, mich bricht, dz Bärn"d Luotzern ihre gefangene bereits gegen cinanderen loos getauschet vnd dz Bärn ihro gantzcn marsch vff stille vnd bruog^Mnrc, da dem H. Vcdter bewuost, dz da khcin paff möglich zuo verwehren, sonderlich wil man die Neutralität von be>Althen Ohrten versteht, wird weder Baadcn auch khein Grafsschafftman sich zuo widersetzen brauchen lasten, wil ihnen sonst'k Neutralität icdcrwilen ingelegcn, also das ich nuohr nit an ein wehre» Ihan gcdenkhen; sind fachen solcher nachdenkhung,^ ich nit weis, was daby zuo reden; wird also der H. Vedter höchster yll nacher Zuog vnd Schwytz parte geben, damit^iche ihr msnsur darrüobber nemmen khöndcn ; ehs will schwerlich mehr wit geh», wan die Bruodern ein anderen Ver-den vnd verkhauffen! da wir solches niemandt als allein Got zuo khlagen vnd denßelbigen anzuorüoffen, dz ehr solchenhnbill (man ehs geschehn) solle rechen vnd vns vor gcwalt erhalten wolle.
(Aargauer Kantonsarchiv, Kathol. Abschiede Bd. 9, S. 147.).
22. Schreiben Zürichs an Bern vom 15. (5. a. K.) Januar 1656.
Vnsier fründtlich willig Dientst :c.
Allererst habend Vwer Vnßerer V. L. A. E. zwey beliebte schryben der H. Gsandten von Fryburg vnd Solothurnbringen vnd ltwere antwort, auch was Ihr gutfindend dem H. Frantzösischen Ambastadorn zeantworten wegen der Statt^»den Neutralitct wol empfanngen, ouch den mehrern inhalt gnugsamm verstanden. Woruff wir vns vorderest so vertruw-participation sründt-Eidtgnößischen flyßes bedankend, mit angelegenlicher pit, allen mehrern erfolg vns ouch Ylsertig^icrs zecommunicieren. Hingegen aber habend Ihr vnßer V. L. A. E. bygefügt in hergebrachtem Religionsgnößischcm^lruwcn zuempfahcn ein paguot Exemplar bewußten zu Brugg ncchsthin ovontualitor berathschlagetcn Manisests, best-achen ein abschlifft was an Ihr K. Mt. in Frankrych, auch mutatis mutanäis an Keys,er, Schweden, Pfaltz, Branden-"'Z- Peyeren, Ertzhcrtzog zu Pnsprugg, Hessen, Wirtcmberg, Baden, geschriben worden, Vwer fürsichtigkeit überlassende,^über nach belieben ouch ein mehrers byzesüogen.
Demnach sollend Üch vnßer V. L. A. E. wir nit verhalten, daß üwcre tapfere äivevsion vnd mitwürkung in den^'yen Embtercn vns zum höchsten nothwendig vnd daß ein solliches die Vnvermydenliche Noth zu erhaltung des, gemeinen^"gelischen Westens bestendiger wolfahrt ohne einiche Zytverliehrung tresfenlich erforderet; dann in bißharigcr derselben^rlassung der 5 Orten ouch die FreyEmbtcrische Völkhcr allein wider vns zesammenlauffend, gestalten Bremgarten vndgen, ouch Baden mit villem Volkh von Innen besetzt, ouch sind bei Rapperschwyl harumb die 5 Ortische VöltherKriegs Räth bysammen vnd habend sich Jmaßen versterkht, daß wir zu vnßcrm intout der enden nach nit gelangen^en ; Habend aber Gott lob von Innen ouch noch keinen schaden empfangen vnd sind gesinnt, mit Göttlicher Hilff Wyler^ üsserstes der enden anzuwenden. Haltend vns ouch gegen der Nüst in guter postur vnd erwartend Üwer wolver-^°Uen vapferen eouporation vnd krefftigen lliversion der enden, mit höchster Eidt- vnd Religionsgnößischcr pit vnd
"langen.
^ Im TurgKuw vnd der Graffschaft Baden erzeiget sich zwahrn noch kein widerstand; solte aber Vwere tröstliche eo-Nation noch lcngcr verziehen, ersorgten wir, die 5 Ort Jmmaßen elfrächen, daß Sy ouch der änden wider vns etwas'kren wurdint; vnd wyln wir die Huldigung ouch in Üwer vnd übriger Reg. Evangelischer Orthen nammen ynncmmen^n, psttend Üch vnßer V. L. A. E. wir gantz fründt-Eidtgnößisch die c>r6rv zethund, daß in aller yl ouch von Üwerm°lkh ja vas Ambt Lüggern vnd gen Clingnou eine Besatzung gelegt werde, damit wir die vnßcrn von bannen nemmen^ andersthwo nothwendig gebruchcn mögind. Zu Kcyserstul wcrdent wir vnßcre besatzung behalten vnd mit der VwerenClingnou gute Oornosponllenii pflegen, ouch vnßere sichere eommunioation der enden sehrncr bester maßen beobachten,.'"afs vnß sambtlich des, Allmechtigen Gottes gnediger Hilff vnd bystand vnd (ich Vnßere V. L. A. E. das gemeinea zu ylfertiger tröstlicher mitwürkung vnd krefftigister äivvrsiou trüwlich befehlende. Dat. den 5. 4anuari) ^.° 1656.
(Staatsarchiv Bern, Allgemeine Eidtgnößischc Bücher; Religionsgeschäft Bd. 1.).
^ ^3. Unter'm 18. Januar 1656 schreibt Stadtschreiber Hart mann von Luccrn an^schreiber Hafner in Solothurn unter andern,: „Was nun M. G. H. von den Herren Kriegs-" der 4 Lobl. Cathol. Orthen in andtwort erholet vnd wohin sich vnsere erklerung bczüchcn thut, ist dem Leüffcrspot