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6,1,b (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
Seite
1762
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khommen fortgepflantzet, damit also vnßer aller theilen Stätten, Landen, Leüthen, Güeteren, Freyheitcn mehrere ste^bvndt Handthaab Jetz vndt fürhin zuestehe, Fridt vndt Rhuew destbaß erhalten werde: Von deßwegen nun so hawir durch Abgesandte allerseits bey gehaltener Tagleistung der Jahr-Nechnung vmb deß H. Johanniß des! Teüffers tag >1625. Jahr alle hieob angezogene Pundtsbrieffe einen nach dem anderen völlig ablassen lasßen, vndt sindt hieraus vazue Volg derselben, Alß die wir in Ihrem gebührenden beharrlichen rospoet, Ansehen vndt eigentlichem hauptsächli ewäßen verbleiben lassiend, In dem Nammen Gottes wüsßentlich mit gantzen gucten thrcwen, mit guetcm Rath vndt st^lichcr Vorbetrachtung übereinkhommen, von newem zuesammen gelobt vndt geschworen Leiblich vndt gelehrte Eydt, nut agehebten Händen, für vnß vndt all Vnßere Nachkommende, die wir Hierzue ewigklich vndt kräsftigklich auch einschliesße"vndt verbindent, wie hernach volget.

1. Namblich vnd deß ersten, dz wir vndt vnßer aller Nachkommende in allen vnßern fachen, Anligen vndtschäfften, gegenwärtigen vndt zuekhünfftigcn, vnß aller Fründtschafst vndt Fürderung gegen einanderen, wie von altem ^halten vndt getrösten, ein gethrew vssehen zuesammen haben, Je ein theil deß anderen Stätt, Landt vndt Leüth lauth ealten Pündtcn in seinen Schutz vndt Schirmb empfahen, seinen Nutz sürdcren vndt seinen Schaden wenden, vndt deftw Scinandern gethrcwlich berathen vndt vnverzogenlich beholffen sein söllen vndt wollen, alß sehr vnnser Leib vndt Kuct Slangen mag, gegen allen denen, wider vnndt vff alle die, so vnß an denselben vnsercn Stätten vndt Landen, an Leu ^an Leib oder an Guet, an Ehren, an Geist- vndt weltlichen Freyheiten, an den Regierungen vndt rogimontsformen, ^richten, Gefaßten vndt Rächten, altem Herkhommcn oder gueten gewonheiten, mit gwalt oder ohne recht angreiffen, ^khümberen, schädigen oder dheincn widerdriesße, ohnfueg oder Vnlust theten oder thuen Welten, in dhein wyßs, u»nhienach, in gantzen gueten trüwen ohn alle geferde, Vndt auch mit denen gedingen, vnderscheiden, Artickhlcn vndt Pun 'so hiernach geschriben stahndt. ^

2. Were, daß Jemandt, wer der were, Vnßer den einen oder anderen theil, so in diser Pündtnuß begriffen/ moder sonders mit gwalt überziehen, angreifen vndt schädigen, Oder sonst in anderweg anfechten, von dem vnnßeren tradaran fräffendtlich bekhümmeren, Irren vndt vorenthalten wolte, vndt dan ein theil deß andern Hilff vnndt ^ ^nottürsftig were, dz die verwylung durch ein ansehende zuesammenkhunfft gefahr mit sich bringen möchte, vndt ^vorgegangener Erkhandtnuß auf seinen Eydt solche Hilff durch sein bottschafft oder offene gcschrifften begehren vndt crforwurde, so soll die gemahnete Parthey auch bey Ihren Eydcn der mahnendten Ihr getrew, kräfstige Hilff vnverzogcu ^zuesenden, Je nach gestalt der fach, vndt dz es dem gemahneten ehrlich, dem mahnenden aber trostlich seye, vndt ai

mit seiner Macht vndt offenen Zeichen ohne allen gefährlichen Verzug erheben, dem bcnöttigtcn Theil zueziehen, Jb'" ^Landt, Leüth vndt Güeteren, wie Er daß Jnnhalt vndt besitzt oder khünsftig mit vnser der Partheyen vorwüsßcnbekhommen vndt in den Pundt auch vfgenommen werden mag, helffen retten vndt entschütten vndt bey dem 2^"schirmen mit gantzen ernst vndt trew vndt mit allen fachen, so die nottürsftig sindt, welche sich vmb die Hilff ^vndt gemahnet habent; Alles in deß gemahneten theils Costen, so dickh dz zueschulden kombt.

3. Ob auch ein Unfahl oder Angriff vf Jemanden vnder vnß so schnell vnndt vnversehenlich erwuechße, dz ^an vnß die übrigen stattlich nit möchte gebracht werden, vndt der angegriffen zum widerstand! sich erhueb vndt

sollent wir die übrigen zue allen seythen vngemahnt vnndt vnverzogenlich auch zuefahren vndt schiähen, wie daßvndt abgeleit werde, nit änderst, alß ob es vnser selblich fach were, vndt ob wir desßen gemahnet werend oder vongemahnet wurden.

4. Im Fahl vndt aber die hilffsLeistung so vill Verzugs erlyden mag, so soll der beschedigte theil vnß die

an die Er hilff suecht, zetagen mannen an eine der gewohnlichen Mahlstatten oder ein ander bequemmes Orth / m ^schaffenhcit denmähliger Löüffen vndt Zeiten, vndt solle demnach Jetwederer theil sein wyße guet bottschafft an da ^dem mahnenden bestimmende Orth Vndt Zeit senden, daselbst eigentlich zerathe werden, wie die fachen einen wyßea ^gang haben mög, oder wie die hilff nach gclegenheit der fach sein soll, daß den Fygcnden destcr baß widerstände» ^der Schad zue dem besten gerochen werden möge i vndt weß man vff dem Tag zerathe vndt sich vcrglychen wirJetwederer theil widerheimbbringen, In scllicher maaß, daß demme gnueg beschech, alß danne vff dem tag beschlossen