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Hon denen so disern Briest sehend, leßend oder hörcndt lcßen: Demnach vnnßere Fromme in Gott seeligklich ruehendenforderen von vhraltcn Zeiten vndt Jcwälten har mit einander» gepflogen habend ein wahre grosfie Trüw, Liebe, Fründt-,cscll- vndt Bruederschasst, dahero Sye dan sich ewigklich vndt vnwandelbahr für sich vndt all Ihre Nachkhommen mit«blich geschwornen Eyden zuesammen verbunden, verpflichtet vndt vertragen, auch solche Ihre Verpflichtungen in ordenlicheöstliche .InstrnmLut, denn Nachkhommenden zue Jmmerwehrender gedcchtnuß, verfasßet, vndt also auch auf vnnß fort-^bflantzet habendi; Vnndt bcnandtlichen nach Christi VnfierS Lieben Herren vndt Heylandts Geburth Im 1251. Jahr'e Statt Zürich mit beyden Ländern Vry vndt Schweiß; Mehr im 1315. Jahr die drey Länder Vry, Schweiß vndt, Oberwälden ; lltom in dem 32isten der mindern Zahl ein Statt Lucern mit gedachten drcyen Ländcren; Vnndt widerumb^ 5l). xin Statt Bern mit auch denselben; Wcitter Im 51. ein Statt Zürich mit Lucern, Vry, Schweiß vndt Ander-ten ; Vndt mit disicn 5 Orten im 52. daß Landt Glaruß; Auch eben diß Jahrs die Orth Zürich, Lucern, Vry,^b>ciß vndt Vnderwalden mit der Statt vndt Ambt Zug; darauff dan in dem 70. Jahr gcfolget Ist die Verkhomnuß,tandt der P f a f f e n b r ie f f, zwüschent den sambtlichen 7 Orthen Zürich, Lucern, Vry, Schweiß, Vnderwalden, Zugbt Glaruß, welche Volgends, wie noch, die Syben Alten Ort genambßet worden; Im 93ten aber nach erfolgter Sem-ter-Schlacht zwüschendt den Orthen Zürich, Bern, Luccrn, Sollothurn, Zug, Vry, Schweiß vnndt Vnderwalden, auch^uß aufgerichtet worden Die Kriegß-Ordnung vnder Vnnß den Eidtgnosßen; Mehr in dem 1423. Jahr der sonder-te Ewige Pundt zwüschent Zürich vndt Bern; Item in dem gefolgten 52. daß ewig Burg- vndt Landtrecht deß LandtStnzcll mit den Syben Alten Orthen; FernerS im 81. Jahr die Verkhomnuß gedachter Syben Alten Orthen wieHch der Statt Bern, so den Nammen der Acht Allen Orthen bekhommcn vndt noch habent, zue Stans gemachet, zueWigercr Bcschirmb- vndt Handthabung aller vorgedachter Pündten; Vnndt wider in eben gedachtem Jahr der Ewige^»ndt der Acht Alten Orten mit Freiburg vndt Sollothurn; Weiters im 1501. Jahr der Ewige Pundt eben gedachterMn Orten mit der Stadt Basel!; Vndt in auch disem Jahr der Pundt zwüschent erstgedachten Einliff Orten vndt der^bt Schaffhaußen; Vndt cndtlich im 1513. Jahr der Ewige Pundt deß Landts Appenzell mit den zwvlff Orthen.
'be vnderschidliche zuesammen Verpflichtungen nun in den obigen 262 Jahren biß vf die letstere beschehen, inwelcher Zeit dan auch die verpündtcn Orth sich durch Ihre von GotteS gnaden gesägnete einmüetige Tapferkeit vndt in°"der redlich weiß vndt wäg an eigcnthumblichen vndt theils gemeinsammen Landt vnndt Leüthen trcstenlich vermehret,v>bendt den grosßen Eidtgnößischen vff vnß erblich gekhommenen Pundt der Obern Teütschcn Landen gemachet, so vnßcrnPfeils Ständen, Landen vndt Leüthen Gott Lob woll erschosßen vnndt vor Villen Widerwertigkeiten vnß verhüetet hat,^ Zue khünfftigen Zeiten mag verhücten, Darumb vnß wollgezimbt, auch ein Notturfft ist, zue einanderen Wepler zuc-' einanderen weiter berathcn, byständig, behilfflich vndt gethrew zue sein.
. Wann Vndt aber daß Mäßen dißer Welt von einem Alter zue dem anderen wandelbahr vndt verEndcrlich ist, wieH die sidert letst gcmeltcm 1513. Jahr in Geist- vndt Weltlichen Dingen fürgefallne villfältigc VerEnderungcn khundt^ offenbahr; Darzue deß Mentschen Gedechtnuß vndt Natur schwach vndt blöd, vndt zcrgencthlicher Dingen bald Ver-den wirdt, so hat ein solches die Fürsichtigkeit vnsercr sceligen Altvordern auch in acht genommen, vndt habend dieselben^ Ären Pundts-Bricffcn Ihnen vndt Ihren Nachkhommenden Vorbehalten die khünsttige einhellige Errinner-, Mehr-, Minder-,Hier- vndt verbesßerung, Auch darbey versehen, dz dieselben sollen zue gwüsßen Zeiten mit Worten, mit Geschrifsten. wit dem Eidt widerumb erneweret vndt bestetiget werden. Sitenmahlen dan ein solches von vnvcrdenkhlichenHk» vndt Jahren her gcmeinckhlich nit beschchen, Der Liebe lange Friden sumsall in der gebührenden Beobachtung vcr-ochet, die vnlcngst in dem Landt aber entstandene Zwar Traurige, Jedoch durch Gottes Gnad glückhlich widergcstillctezehren vndt empörungen vnnß zue denen Dingen, welche der Erleütcr- vndt Verbesserung ermanglendt, verleitet habend,h ^ °ißo auß demme so vorstaht sich cräügt vndt bewifien, dz die gcgenwirtige Zeit die ernewerung der Pündten erfordere,dZ Dieselbe khünfftigklich nit mehr so lang vnderlasßen werde, Vndt daß auch sonderlich die obangczognen vill vnder-^ wichen, Zue Vnderschidlichcn Zeiten vndt Anläsßen, hiemit auch in ungleicher formb verfasßctcn vndt meistentheilsj^^UH gcnuegsamblich nit ansprechenden Pundtsbricffe zue besserer gedcchtnuß vndt wüsßenschafft der Alten vndt Jungeny ^ fliwtrumont mit cinanderen Zuesammen getragen, gebührendt verglichen vndt aufs gcgenwirtige Zeiten gerichtet,auch mit dem Eydtschwur wider bcstättiget vndt vermittelst der Hilst vndt Sägen Gottes auch auf vnnsere Nach-
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