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6,1,b (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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neben! andern Orten, by allen vnsern vndt Iren Rechten, Stattrcchten, Landticchten, Gefaßten, Gerichten, Zwingen°"bt Bännen, by Jrer Religion, Neligions- vndt Landtsfriden, Geist- vndt weltlichen Freyheiten vndt anhangenden Dingen,^genommenen Abscheiden, Verlregen, Handtvcstinen, by Iren guten gewonnheiten gentzlich belyben sollen!, alß sy es bißhargtsiihrl vndt bracht handt, also daß nit alcin niemandts vnder vns den andern doran bekrenken nach sumen, sonder da es^dere thetcnd wir einandern wider dieselben hilffliche Handt bielhen sollen, ohn all gesehrdt.

Item haben wir auch sonderlich vorbehebt alle die mit vnßercr Stetten oder Landen einem verburgeret oder verlandt-'°chtet vndt Inn der Religionsgemeinnsamme begriffen sind, daß auch soliche by Iren Burg- vndt Landtrechten, Geist- vndtwichen Freyheiten belyben vndt ebenmcßig Inn vnßerem diß Pundts schirmin vndt vcrwandtschafft nach wyters syn sollend,^ Innen vnß hinwiderumb einer zedierenden entsprechung versehende, benantlichcn vndt Jnnsonderheit aber vnßer Getrüw'tb Eydt-, Pundts- vndt Rcligionsgnoßen gemeiner 3 Pündten Inn Churwallen, auch der Stetten St. Gallen, Müllhußen,Ms vndt Biel, mit denen so vnder Jr Panner gehörend, Item Nüwenstatt vnd Münstcrthal, auch Nüwenburg, Mehr die« der Graffschafft Toggenburg, als mit vns von Glarus ewig verLandlrechtet.

14. Vndt dicwyl dann wir von Altem har nit allein vnder vns selbs Pündtnussen habend!, sonder auch mit denenübrigen Löbl. Orten vndt zugewandten gemeiner Eydtgnoschafft ewigkiich verbunden, solichen alten gesambten großen^"dt auch wir mit der Hilff vndt gnad Gotes vndt gedachter vnßercr mit Eydt- vndt Pundtsgenoßcn Zustimmen vffNachkommen zu erhalten, zu üsinen vndt fortzupflantzen nach bestem vnßerem Vermögen Vorhabens vndt gemeint sind,haben wir vns vßtruckenlich vorbehalten, daß obglychwolen von der Religionsgemcinsammi wegen wir vns hicvorstchcndervon nüwem zusammen verpflichtet, daß wir nichts destowcniger die alten gelübdte, gemeine vnd sonderbare Pündt-en, Burg-, Landt- vnd SchirmRecht an denselben vnßern Getrüwcn Lieben Alten Eydt- vndt Pundtsgenoffen, auch^'rmsverwandten von übrigen Orten vnd Zugewandten, auch andern, fürbaß vffrecht vndt redlich auch zuhalten vnd zu^ wolfahrt vndt sicherheit deß gemeinen geliebten Vaterlandts mit vndt neben! Innen bytragen zehelffen begehrend, worzuvnßere Pflichten werdend wyßen vndt mann mit gesambtem gemeinem Rath Wirt gut befinden vndt sich verglychen

doch daß dißem vnßerem Ernüwerten Pundt allwegen auch gnug bescheche.

16. Sodenne vndt zum leisten habend wir beredt vndt übereinkommen, durch deßwillen daß dißer Pundt vndt Fründt-^ Jungen vndt Alten vndt auch allen den, die dorzu gehörend vndt harJnn begriffen sind, desto wüffentlicher vndtmehr yngedenckh feige, daß wir Je von zechen Jar zu zechen zeyngehndem Meycn, doruor oder dornach, ohne geferdt,^ 's vnder vnß Jemand an den andern fordert diß gelübt vndt ewige Pündtnus by vnßern geschwornen Eyde'n er-^ern sollen vnd wollen mit Worten, mit geschrifft, mit Eyden vndt mit allen andern Dingen, so dorzu nutz vndt not-^>g sind, mit öffentlicher Verletzung vor den Rethen vndt den gantzen Gmcinden vndt Vnderthanen! vndt was dann^ Letten Zyten Mannen oder knaben 16 Jar alt oder eltcr, die sollend den zu Got schweeren mit vffgehebten HendenMit gelehrten Worten, diße Pündtnus vndt Fründtschafft Ewengklich auch stett zu halten, mit allen stucken, Puncten,^>clen vndt gedingen, so da vorgeschriben stahnd, an all andern Versuch vnd geferde. Were aber, daß die Ernüwerung5 , lünfftigen Zyten vndt zu den zillen, als, vorstaht, nit bescheche, vndt sich daß von dheinerley fachen wegen sumen oder,°'i'chen wurde, daß soll doch dißer Pündt- vndt Fründtschaft gentzlich vnschedlich syn, wann sy auch mit nammen ewengk-stett vndt Inn Crafft belyben soll, mit allen Dingen vndt gedingen, so vorgemeldt sind, ohne alles bekrenken. Wemme! Jrrsall, sümnuß oder Hindernuß fürkommend wurde denn twäder theil den andern vm ernüwerung der Pündten

Eyden erfordern, mit Nöthen oder Inn schriffte, denn soll Jetweder theil dem andern gehorsamm syn soliche Er-dung zethundt, zeglychcr wyße vndt Inn allen den Worten, alß vorgeschriben floht.

,, Auch ist harynne mit sonderheit vorbehcbt, daß wir vndt vnßer Nachkommen dise Pündtnuß mit allen vndt Jedenso darynne geschriben stand, wol mögend beßern, mindern oder mehren, zu welicher Zyt vnß oder vnßern Nach-°""Nende>r zu allen feiten daß Einhelligklich nutz oder notürfftig bedunkt syn, ohne geferdt, alß sich dann die löusi enderen^Md, doch daß dißer Pundt noch Fründtschafft niemermehr abgesprochen werde.

(Staatsarchiv Bern, Evangelische Abschiede Bd. d.).