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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
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Mai 4676. 1003

Mister; Jakob Letter, Sekclmeister. Glaruö. Fridolin Jselin, Landammailii; Daniel Bussi, Statthalter.

Joh. Rudolph Burkhard, Bürgermeister; Christoph Burkhard, Drcicrhcrr. F r c i b u r g. Johann^ Castella, Zeugherr; Joseph Reiff, des Raths. Solothnrn. Joh. Georg Wagner, Schultheiß;Mcr Suri, alt-Schultheiß; Franz Suri, Stadtvcnner; Joh. Victor Bcscnval zu Brunstatt, SekelmeisterStadtmajor. Schaffhausen. Joh. Jakob Stockcr, Ob- und Paunerherr, und Tobias Holländer,eide Sekclmeister. Appenzell. Konrad Fäßler, Landammann von J.-Rh.; Bartholomä Zellwcgcr,Statthalter von A.-Rh. Abt vonSt. Gallen. Fidel von Thurn, Landeshofmeistcr. Stadt St.fallen. Joh. Jakob Hochrütiner, Zenghcrr. Biel. Abraham Scholl, Stadtschrcibcr; NiklauS Roter,

Sekelmeister.

Nachdem Herr von St. Romain, bisheriger französischer Gesandter, auf inständiges VerlangenWaffen und an seine Stelle als ordentlicher Ambassador der königliche Rath Robert de Graves, Herr^ Marth, vom Könige ernannt und hievon dem Vororte Zürich Anzeige zugekommen war, und Zürichi^st auf den 16/26. April, dann abänderungSweise auf den l l. Mai die sämmtlichen Orte laut Ab-^deu von 1641 bis 1648 und 1673 zu gemeinsamer Bewillkommnung des neuen Gesandten eingeladen^te, wurde die Versammlung mit dem eidgenössischen Gruße eröffnet, dann das Credential des frän-kischen Gesandten vorgelegt und die 1673 gegen den Marquis von St. Romain beobachteten CurialienErinnerung gebracht und beschlossen, dasselbe Benehmen wie 1673 zu beobachten. Indem man dem^rru von Gravel unter der Hand zu verstehen gab, daß man auch von seiner Seite das herkömmlichekrcmoniel beobachtet wünsche, erwiderte er zwar, er habe die Abgeordneten der Eidgenossenschaft zu be-^derer Ehre im großen Vorsaale unter dem Baldachin empfangen wollen, wie de la Barde seiner^'t auch gethan und er selbst es in Deutschland geübt habe; auf die Erwiderung aber, daß de la Bardeaußerordentlicher Gesandter das habe thun können, bequemte er sich zum einfachen Empfange ohne^dachiu. I». In der Zwischenzeit bis zur Audienz erinnerte Zürich an die Notwendigkeit, einmal aufa» vom Reichöcollcgium zu RegenSburg erhaltene Schreiben und die wegen Gestattung der WerbungFrankreich und wegen der TranSgresstonen und der Durchfuhr von Pferden gegebenen Verweise zuAntworten. Ein vorgelegter Entwurf erhielt die Zustimmung und besagte, man habe so lange gezögert,eine mündliche Berathung nicht früher statt haben konnte, und bedaure den entstandenen, selbst für^ neutrale Eidgenossenschaft sehr nachteiligen Krieg; die erhaltenen Vorwürfe aber beruhen auf unge-^Uen Berichteil; denn vor dem Ausbruche des Kriegs habe der König von Frankreich bnndesgcmäß einenokköaufbruch verlangt und dieser sei auch bewilligt worden, jedoch nicht um auf ReichSbodcn verwendet^ werden, vielmehr habe man, als dieß doch teilweise geschehen sei, die nötigen GegenmaßnahmenZossen, so daß keine eidgenössische Mannschaft mehr auf ReichSbodcn stehen werde; seit Anfang desKriegs seien auch nur noch wenige Compagnieen geworben worden; in Betreff der Durchfuhr von PferdenÜblich habe man, wie hinsichtlich anderer Bedürfnisse, jeder Kriegöpartei freien Kauf gestattet. «. Der^rort wird ermächtigt, die Reclamation Basels, betreffend die bei Philippsburg arrestirten KaufmannS-ilüter der Kaufleute Brunschweiler und Ortmann, durch Jnterccssion bei Frankreich zu unterstüzen. ,1.

der Audienz wurden die Curialien im Vorsaale von Burgermeister Hirzel verrichtet. In Erwiderung^sicherte der französische Gesandte die bundcSgcnösstsche Treue des Königs und Leistung der Pensionen^ Gratifikationen, warnte vor dem Hause Oesterreich und seiner Tendenz, die Eidgenossenschaft und