95k December 1674.
Kunden sein solle. — Freiburg und der Abt von St. Gallen nehmen diese Punkte nä rekoronäuw.Eine Zuschrift des Grafen Casati, veranlaßt durch die in einigen, besonders in den katholischengetriebenen Practiken, welche dem Könige von Frankreich noch mehr Volk zu verschaffen bezwcken,doch schon weit mehr als 16,000 Mann in seinen Diensten stehen, bittet sehr, die Bundespflichlen eErbcinung, den Verlauf mit der Freigrafschaft Burgund, die gegen das Reich verübte Gewaltthätig ^Frankreichs zu bedenken, kein Volk mehr zu bewilligen, namentlich nicht geschehen zu lassen, daß ^Particularcn Schweizer für Breisach geworben, die ältesten Verbündeten unterdrükt, die Neutralität vlezt, Oesterreich zu neuen Rüstungen und Auflagen, besonders auch zu Steigerung der Preise des "schcn Salzes genöthigt werde. In Erwiderung hierauf wird versichert, daß man gerade am Tage vorüber die TranSgresstouen u. f. w. Schlußnahmen gesaßt habe, von Werbungen für BrciSach nichts w> ^dagegen wünsche man, daß den vielfachen Versprechen gemäß endlich auch den gemeinen und Parinslaren Ansprachen Genüge geschehe, besonders über die Ausstände der spanischen Pensionen eine A ^nung vorgenommen werde. «I. Ein durch Oberst Gredcr von Solothurn überbrachtes Schreibenfranzösischen Gesandten St. Romain wird unter Hinweisung auf die schon von Aarau aus unter 3^"eidgenössischem Namen ertheiltc kräftige Antwort kurz erwidert, e. Unter'm 11. December schreibt ^thurn, daß kaiserliches Kriegsvolk daö obere Elsaß heraufgerükt sei, einige hundert Mann schon "" ^mcnthale liegen, wahrscheinlich die französische Festung Landökron werde belagert werden, zugleichauch die Herrschaft Dornach in Gefahr komme, die Orte sich also zu bundesgenössischcr Hilfe bereit V"mögen. Antwortlich wird im Namen der V Orte und Freiburgs auf den Fall der Roth Hilfe zulss""doch die Bemerkung beigefügt, daß die Altvordern in Gefahr, wenn sie andere Orte um Hilfe anzn"nöthig gefunden, wahlweise ihr eigenes Volk zusammengehalten haben und sich nicht selbst haben schtva)lassen durch Anwerbung der eigenen Leute in fremde Dienste, k. Das väterliche Einladungsschrc'^der päpstlichen Heiligkeit auf das bevorstehende Jubiläum wird mit einem Dankschreiben beantwortet,durch einen Ausschuß dem Nuntius überreicht wird. x. Der Agent Cassani berichtet aus Madrid,daS Schreiben der verbündeten Orte von der königlich spanischen Majestät gütig aufgenommen wo>"'sei, zwar wegen der höchst wichtigen Geschäfte in den Niederlanden und in Katalonien noch nicht haerledigt werden können, doch eine befriedigende Antwort nächstens durch den Gubernator in Mahl"'^ "folgen werde. Befund: man werde bis zum Eintreffen des königlichen Schreibens zuwarten müssen; ^wäre besser „mindere Worte und mehrere Effecten." Ii. In Bezug auf das Hauptgeschäft, das gc»>e>"same Verhalten gegen die verbündeten Fürsten, wurde, damit daö in der Rütliversammlung begon»^Werk nicht zu Wasser werde, zwekmäßig erachtet, nach erfolgter Zustimmung von Frciburg und des ^ ^von St. Gallen die drei Abschiede und die in dieser Confcrenz darüber geführten Verhandlungen alle"übrigen Orten mit der Einladung zum Beitritte zu übermitteln, um darüber baldigst auf einer all"meinen Tagsazung einzutreten. Den Antrag von llri, daß die V Orte schon jczt jene Uebercinkommmllbestätigen sollen, hielt man für voreilig, doch mög. jedes Ort nach Gutfinden dieselben für sich bestätigtlassen. I. Auf den Vortrag von Schwhz, daß die dortigen Interessenten des Ulrich'schen Regiments vc"Savohen noch keine Bezahlung erhalten haben, wird durch einen Ausschuß von jedem Orte bei demmonial-Gencral Leonardi um Beförderung der Zahlung sollicitirt. k. Da der ehemalige Hofmeister vonKönigsfcldcn der wegen des Pfarrers von Wohlenswhl erhobenen Klage nicht geständig ist und auf ^