804 September 1670.
Diesem Schreiben der Stadt Basel fügen die evangelischen Städte ein Beschreiben an, worin ^Bischöfe zu Gemüthe führen, daß er als Mitverbündeter die Stadt Basel in dem Besiz von Güt^ ^in ihrer absoluten Botmäßigkeit liegen, nicht weiter stören, sondern in Betracht ziehen wolle,osnabrückische Friedensschluß hinsichtlich der Religionsvcrhältnisse lediglich eine Erläuterung des,
Vertrags von 1552 und des Rcligionsfriedens von 1555 sei. Sollten diese Vorstellungen bei dem A"ohne Erfolg bleiben und die Besorgniß entstehen, daß bei Herrn Colbert Beschlag auf die imliegenden Güter und Gefälle nachgesucht würde, so soll Basel bei Colbert, bei dem Residentenoder bei dem König von Frankreich solchem zuvor zu kommen trachten. I». Indem die Gesandtander gegenseitig mittheilcn, was der französische Resident ihren Obrigkeiten wegen des lothringer ^Einfalls schriftlich hatte zukommen lassen, verständigen sie sich zu der übereinstimmenden Antwort ^dem Bund wollen sie gegen gebührende Rcciprocität festhalten, aber auch bei der gegebenen Decla^bleiben. Dabei wird beschlossen, Pensionen ohne Condition möge jedes Ort annehmen, aber deu^^Orten sei davon Anzeige zu geben, e. Von Bern wird Mitthcilung gemacht, daß der stanzöß!^^sident im Auftrag des Königs Salz aus Languedoc und Provence, das weit besser als daS burgu" ^sei, auf Abrechnung anerboten habe; ferner, daß auf die Frage, wie Bern hinsichtlich der mitund Holland gepflogenen Unterhandlungen den Bund mit Frankreich zu halten gedenke, dieausgesprochen worden sei, man werde jedenfalls den Bund mit Frankreich vorbehalten und treu beobain die Tripelallianz werde mau jedoch sich nicht einlassen. «I. Ferner wird von Bern eröffnet, dast»^bürg bereits ben Durchpaß von 300 Mann bewilligt haben soll, auch Lucern dazu geneigt, derGrammont als Gesandter des Prinzen von Aremberg, burgundischen Gubernatorö, ebenfalls bc> ^darum eingekommcn sei, aber zur Antwort erhalten habe, wenn Lucern und Freiburg um Durchs ^Burgund für ihr eigenes Volk ansuchen, werde man denselben nicht abschlagen, doch unter Vorbelm^das Volk ohne Trommelschlag „filirc" und im burgundsschen Vertrage die beschwerenden Bestimmcorrigirt werden, v. In das abermalige Ansuchen um eine Kirchenbausteuer für Magdeburg wi>d ^eingetreten, t. Da die evangelischen Glaubensgenossen zu Grönenbach und Herbishofcn, im AlgaM ^Schreiben der beiden Pfarrer und des vr. Jena wirklich in Gefahr sind, sollen weiter eingehende Bern^m
Orten mitgethcilt werden, damit erforderlichen Falls eine doppelte Abordnung im Ramen der eva"id"^Orte bei dem Grafen zu Pappenhcim sich für Erhaltung der evangelischen Religion in Gröncnba ^Beobachtung des Rotenstcinischcn Testaments verwende. Das GesundhcitStribunal in Mah^'^nochmals ersucht werden, den Bann gegen Bern aufzuheben, widrigenfalls Bern das GcgcnrcchtWendung bringen werde. I». Zum Danke für das gesegnete Jahr und das Aufhören der Contagn'" ^auf den 2-1. November ein Bettag angeordnet, t. In Anbetracht, daß bei den gegenwärtigen ^und mißlichen Zeiten eine engere Verständigung zwischen den Evangelischen sehr wüuschbar wäre, ^ ^einer künftigen Versammlung der evangelischen Orte ein Project entworfen werden, in welcher ' ' ,»1einträchtig zusammen halten wollen. It. Nach Vorlesung einiger von den Evangelischen aus 1 ^eingegangenen Schreiben fand man nicht zuträglich, in der Eidgenossenschaft einen besondernbestellen oder Herrn Leger aus Holland kommen zu lassen, dagegen ersprießlicher, daß Oberstvogt in Lausanne, nach Genf berichte, daß es weiter mit ihnen correspondiren solle, auch mit R"Trost nach Möglichkeit helfe und den weitern Verlauf berichte.