September 1679.
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Conferenz von Bern, Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug.
Lueern. 3. September.
Staatsarchiv Lur-ru, Allg. Absch. Bt> I.VIII, kol. l«S.
Gesandte: Bern. Beat Ludwig Stürlcr, des Raths. Luc er». Alphonö von Sonnenberg,heiß; Jakob Hartmann, Statthalter; Eustachius von Soiincnbcrg, Venncr; Rudolph Mohr,-deS ^Uri. Joh. Kaspar Stricker, Landammann; Joh. Franz Schmid von Bcllikon, alt-Landamman». S-b"Franz Ehrler, Landammann; Kaspar Abhbcrg, alt-Landammann. Unterwalden. Joh. Petcr3"^'^Landammann, und Wolfgang Wirz, alt-Landammann, von Obwalden; Joh. Ludwig Lussi, Landa»""'"'
von Nidwalden. Zug. Beat Jakob Zurlaubcn, Statthalter; Laudvogt Ulrich Schön, dcö Raths
Ungeachtet dem Sanitätstribunal in Mayland schon von Baden aus Bericht gegeben wordc» ^daß die Pest in den ober» Vogteicn Berus schon vor einige» Monaten nachgelassen habe, war doch özu der Zeit, da die ennctbirgischen Märkte besucht werden sollten, gegen sie wieder Sperrung dc ^worden. Bern klagte dicß den Mitstäudeu und gab dadurch zu der Conferenz Beranlaßung, rcfcr^ ^auch speciell über den Verlauf und das Ende der Seuche und beschwerte sich über daS Vorgeht ^Sanitätstribunals, das den eidgenössischen Attesten weniger Glauben beimesse als den Aussage» ^übelwollender Privaten, welche im Trüben zu fischen beabsichtigten. Indem die Conferenz fand. , ^solches Benehmen des Tribunals nicht nur chrverlczlich für die Eidgenossenschaft sei, sondern ^bereits vergangenen Märkte in den ennctbirgischen Vogteicn geschädigt habe, so auch dem bevorn ^Lauiscr Markte Nachthcil bringen würde, wurde beschlossen, durch ein nachdrüklicheS Schreiben Audcö Bannes und Gestattung des MarktbcsucheS zu verlangen. — Um den Effect des Schreibens Z'dern, wendet man sich auch an den Gubcrnator zu Mahlaud und an den spanischen Gesandten ^Da im Schreiben des Tribunals an die DeputirtM der Sanität zu Lauis gesagt wird, daßBasel und Wallis her Berichte von der Fortdauer der Seuche in Steffisburg, Fruttigcn und "eingegangen seien, wird auf Benennung dieser Berichterstatter gedrungen, daö Schreiben an daö ^auch durch einen Mann übcrsandt, der mit der Sache bekannt und nöthigenfallS im Stande ^noch weitere Erläuterungen zu geben. Von dem Antrage, auch bei Venedig, auf dessendas Tribunal beziehen möchte, um Aufhebung des Banucö zu werben, wird Umgang genommen, ^sollen mit Einwilligung Berns von Obwalden zwei oder drei Männer in die verdächtigten Olgesandt werden, um dort über die geschehene „Purga" und den gegenwärtigen Zustand einezunehmen und den Befund nach Luceru zu überbringen und an den Abgeordneten nach Mahlandzu lassen, in der Meinung nämlich, daß dieser erst dann davon Gebrauch mache, wenn daS , ftdurch den einfachen Inhalt des Schreibens nicht wolle beruhigen lassen. Sollte auch dicß nicht wN ^würde eine neue Conferenz zusammeuberufcn. — ES wurde auch die Vcrmuthung ausgesprochen,möchte die Hand im Spiele haben, dabei Vernichtung des Bcllcnzer Markts, Steigerung ^ i»>^Vortheils bczwcken, wie eö denn auch längst die Kaufleutc mit den Viehweiden gedrängt Habs >Berufung auf die Stimmen von angeblich acht Orten habe verwehren wollen, daß hcrwärtö vo»