784 August 1KK9.
bei Aufnahme Frciburgs den Städten Zürich, Basel und Schaffhausen einen Revers zu verschaffen, daßsie wegen Frciburgs keine Obligation haben sollen; wenn die evangelischen Orte in die Tripelallianz^Holland eintreten, wollte dcr'König die katholischen Orte disponircn, ein Gleiches zu thun. (Dasschiedöprotokoll rescrirt nicht, welche Aufnahme diese Anträge gefunden haben,)
Jahrrechnung der die IV ennetbirgischen Vogteien regierenden XII Orte zuLauis. !««!», 10. August.
Staatsarchiv Lucer» Santtb, Absch. Bd. rx. — Kantonsarchiv Zug.
Gesandte: Zürich. Andreas Mcher, Zunftmeister und Kirchcnpflcgcr. Bern. Joh. - ^
Dicßbach, alt-Schulthciß von Marten. Luccrn, Joh. Martin Schwyzer, des Raths. U r i.
Steffen, alt-Landvogt von Mcndris. S ch w y z. Balthasar Aufdcrmaucr, des Raths. Untcrwa^Peter Enz, Bauherr. Zug. Andreas Jtten, Sckelmcister. Glarus. Joh. Ludwig Tschudi. .Theobald Schönauer, des Raths. Frei bürg. Tobias Gottrau, Bürgermeister. Solothur«.Pictor Bcscnval, alt-Landvogt zu Luggarus. S ch a ffh a u sc n. Tobias Holländer, des Raths.
». Zürich, Stadt und Kaufmannschaft, klagt gegen Diego Madcrno. daß er, privilcgirt, dieaus Lueern nach Mahland und zurük zu tragen, sich für den obersten Courier der ganzen Eidgc"^^schaft ausgebe; daß er auch, da Zürich nicht mehr mit ihm in Verbindung bleiben, sondern de» ^Boten wieder brauchen wollte, die aus der Lombardei, Romagna, Toscana, Neapel koinnicildcn VrEinverständnisse mit dem Postmeister zu Mahland, nicht dem Lindaucr und andern Botendcrn sich mit Gewalt bezahlt zu machen oder gar die Briefe zu Hinterhalten drohe; daß er auch dcr ^schaft Venedig, welche ihrem Fußboten täglich eine halbe Dublone bezahlt und denselben dadurchStand gesezt hatte, die zürcher'schcn Briese gar billig zu spedircn, anerboten habe, alle amtlichc" ^an Potentaten, Fürsten und Herren gratis nach Zürich und zurük zu besorgen, wenn ihm dafür ' ^gewisses Porto auch alle andern Briefe überlassen werden, so daß hierauf Venedig den eigenenabgeschafft habe und Zürich genöthigt gewesen sei, zu Ersczung jenes Boten vom Jahre 1665 an ^ungefähr llllll) Gulden aufzuwenden. Weil Madcrno sein Privilegium so mißbraucht habe,darauf, daß man demselben die vor einem Jahre hinterrüks von Zürich erworbenen Ortöstimmcn ^abnehme und ihn seines Possdicnstcs gänzlich cntseze, dagegen den Postdicnst der Zürcher Kaufmann ^ ^welche ihn besser verschen werde als Madcrno, zu Ehren dcr Eidgenossenschaft zuerkenne. Madcn ^widert, nur zu Ehren der Eidgenossenschaft und gcstüzt auf das lllll-I von ihr erhalteneer jenen hohen Titel gebraucht; die Briefe werde Zürich nicht wohlfeiler liefern können, wohl aberfür Zürich vorthcilhaftcr sein, einzig mit ihm zu contrahiren; von Zürich habe er in zehn Jahrc" ^mehr als 15 Kronen empfangen, was ein Beweis sei, daß er der Stadt Zürich gern diene; ajczt sei er bereit, die zürcherischen Briefe den von Zürich gewünschten Boten zu übergeben; dcr ^Venedig habe er übrigens jenes Anerbieten gemacht, um sie bei den großen Kosten des Kriegs gc»