Herrn darauf großen Werth legen möge und ihnen daher mit den lokcndsten Verheißungen
70« März 1667.
zusichere. Diesem Schreiben wurde ferner beigefügt ein Schreiben der vier Städte an den Hrr^ö^ein anderes an dessen Minister Pianczza. In dem erstcrn wurde namentlich daö Bedauern auSgc ^daß der Genfer Abgeordnete, der Shndic Liffort, in Chambers) nicht gehört und dadurch der nunnic?ganze Nachbarschaft in Unruhe vcrsezende Zwist nicht verhütet worden sei, zugleich aber auch dn ^gestellt, es möchte der Herzog, nachdem ihre Bundesgenossen von Genf auf ihren Rath ihm ^gegen ihn tragende Achtung bezeugt habe«, zu einer örtlicheil Untersuchung der Streitfrage in Cu ^Hand bieten und unterdessen die Kriegsmannschaft zurükziehcn. — Bei ihrer Rükkunft restr"^^Abgeordneten, daß Baron Greißh wenig Hoffnung auf Erfolg gegeben habe, wenn nicht Genf ^verstehe, Jemand, z. B, Herrn Lullin, nach Turin zu senden, wie er selbst auch schriftlich sich ausgess'^ ^habe. Die Gesandten von Genf aber, denen man dicß nochmals beliebt machen wollte, ernennte" ^bereits ausgesprochene Weigerung und fügteil bei, daß der Baron Greißh allerdings zur Ehre ^
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komme, jedoch der Herzog und selbst die ganze Welt in einer solche» Gesandtschaft das Zeichen der ^ ^thänigkeit Genfs erblikcn würde u. s. w. Da auch die Hinweisung auf die Schwierigkeit, imKrieges für Sendung von Hilfe den Durchpaß durch die gemeinen Herrschaften zu erlangen, ^nicht zu ändern vermochte, und sie eö sich überdieß sehr verbaten, daß eine eidgenössische Abord»n"ö^Genf komme, um dort die Rükkunft der Projectirtcn Gesandtschaft aus Turin zu erwarten und j»,mit gutem Rathe bei der Hand zu sein, wurde beschlossen, den Baron Greißh zu ersuchen, daß cr ^den Herzog gerichteten Schreiben abgehen lassen und mit seinem empfehlenden Fürwortc begleite"im Weigerungsfälle aber die Uebcrmittelung jener Schreiben nach Turin dem Landvogt Stürlcr >" ^zu übertragen. — Baron Greißh erwiderte auf das au ihn geschehene Ersuchen, er müsse Zuerstanfragen, ob er dem Ansinnen entsprechen dürfe, werde aber sein Bestes dazu thun. Die ^Hirzel und Whß berichten ferner, daß sie am 24. Februar vor Rath in Luccrn ihren Vortragund dann durch einen Ausschuß zur Antwort erhalten haben, der Rath billige die von den Städte" ^nommenen Versuche, den Herzog und die Stadt Genf mit einander auszugleichen, finde auchdenken, den Truppendurchmarsch durch die gemeinen Herrschaften geschehen zu lassen, und sezcman werde sich deßhalb auch bei den übrigen Orten gebührend anzumelden wissen. — Die M ^Genfer Gesandten und Oberst Morlot von Bern entworfene Kapitulation führte zu dem Bcschl"^' ^während des Kriegs daö erforderliche Brod stets in gleichen Qualitäten und Preisen geliefert, die ^über die eidgenössischen Truppen den Commandanten und Offizieren überlassen, Rcchtsstreitigkcitc"Soldaten und Bürgern von der Obrigkeit des angesprochenen Thcilö entschieden, von den Bürger" ^den Soldaten nichts auf Borg verkauft, den Truppen ein Fcldprediger aus Zürich oder Bern bchssöden Commandanten und Hauptleuten Beisiz im Kriegörath von Genf eingeräumt, in jeder CMein Profoß angestellt, ein Drittel der Soldaten mit Spießen, zwei Drittel mit MusketenGenf das Obercommando einem erfahrenen Offizier, voraussichtlich dem Grafen von Dohna, alt- ^nator von Oranicn, übergeben, den Soldaten auf Kosten Genfs die Betten, Kochcinrichtunge",
Feuer und Licht angewiesen werden. — Indem die Gesandten von Zürich, Bern und Gcnf vor geC>Rath in Solothurn über den Stand der gcnserischen Angelegenheiten Bericht gaben und sich des D"durchpasses halben auf den 1578 mit Genf abgeschlossenen Vertrag beriefen, wurde ihnen die ist"' ^Zusage ertheilt. — Mit dem Rathe von Solothurn und den gerade ebenfalls anwesenden