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6,1,a (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680
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December 1658. 455

^sonders mit einander zu bereden, vorläufig zn VcrgleichSverhandlungen bereit. Eben so bereitwillig

Liierte sich Luccrn, für sich und im Namen von Schwhz, Untcrwaldcn und Zug (weil Uri auS bekannten

Zünden nicht beauftragt gewesen, diesen Dingen beizuwohnen), und zwar mit der Erinnerung,wenn

demjenigen nachkommen werde, was die allerseits lieben Altvordern hinterlassen, werde man zu allen

mit Freuden und guter SatiSfactiou wiederum nach Hause reisen und aller ehrbaren Welt zu erkennen

können, daß, obwohl wir etwa durch einandern entzweit, wir jedoch die Gnad Gottes um so viel

haben, uns unter uns selbst und ohne Zuthun Anderer wiederum zu versöhnen." Die Schiedorte

^linden beiden Thcilcn die gewünschte Bedenkzeit gerne zu, in der Hoffnung, sie werden unter sich selbst

^^ichshandlungcn Pflegen oder den Schicdortcn Mittel dazu an die Hand geben. I». Nachdem

^ Cchiedortc mit vieler Mühe bald mit der einen, bald mit der andern Partei, sowie mit beiden zu-

beih^" vermittelnde Confcrcnzcn gepflogen hatten, brachten sie endlich ein Projcct in Borschlag, das

Thcilen vorgelegt wurde, jedoch thcils an und für sich denselben nicht annehmbar schien, thcilö mit

^ Instructionen sich nicht vertrug. Daher ließen die Schicdortc die Gesandtschaften alle wieder zusammen

^"^en ^ Burgermeister Wettstcin, ihren Ständen über die geschehenen Verhandlungen

u»d Bericht zu geben, für dieses Mal einen freundschaftlichen Abschied sich gefallen zu lassen

' bei Hause darauf hinzuwirken, daß alle Feindseligkeiten vermieden und die schriftlich nachfolgenden

daß ^ Erschlägt der Schicdortc gut aufgenommen werden, r. Diesem Abschiede wurde noch beigefügt,

die von dem französischen Gesandten de la Barde während dieser Geschäfte gemachte Proposition, mit

Unt/^ ^ ^ Beilegung der Streitigkeiten mahnte, von sämmtlichcn Gesandtschaften placidirt worden sei

. dessen gehörig verdankt werden soll. «I. Hierauf bezeugten sowohl Zürich und Bern als

katholischen Orte den fünf Schicdortcn ihren Dank, mit dem Erbieten, ihren Obern,weil

^ Ebschied allhie gemacht werden soll," über das Geschehene zu rcferircn, zur Erhaltung des Friedens

uiht ""d den Schicdortcn die Anordnung zu der gebührenden Berdankung der Proposttion durch

sihc ^"^^sic bei dem französische« Gesandtcu zu überlassen. So gicng man unter gegenseitigen Wün-

zum freudenreichen Antritte des neuen Jahres auseinander, v. (S. u. Sarganö). k. (S. u.^e'nthal).

bl- Vorläufige Confercnz der katholischen Orte vor der Tagsazung.

u>l? ^ Abschied der ausschreibenden Schirmorte lediglich die Substanz dessen, was mit den

P. katholischen Orten verhandelt wurde, gcsczt worden ist, die besonder» Berloffenheiten den

keil ^ notircn überlassend, so wurde nöthig erachtet, das Verhandelte mit mehrerer Wcitläusig-

ßkniej'Ebschied cinrükcn zu lassen. Dem ist also: K. Zwei Tage vor dem Zusammentritte der all-^ik^zung, als Schwhz noch nicht eingetroffen war, versammelten sich die Abgeordneten vonssrj Mi ^"^^ulden, Zug, GlaruS, Freiburg und Appenzell und vereinigten sich, nach Einsicht eines vonbabe/ gerichteten Schreibens, laut welchem die Abgeordneten von Uri limitirte Befehle erhaltenkbch bci^' Ausschlüsse, einträchtig zusammen zn halten, nicht in Dispute sich einzulassen, sondern ein-zig dm ^Aedenöschlnsse, bei dem Landfrieden, bei den Bünden, Abschieden und Verträgen zu beharren,^ßten Ankunft der Gesandtschaft von Schwhz Freiburg, GlaruS und katholisch Appenzell abtraten,

uccrn, Schwhz, Unterwalden und Zug denselben Beschluß, mit dem Zusaze, keinerlei Propositionen